Anzahl der Arbeitslosen sinkt um 477 Personen

Erzgebirgskreis hat im Freistaat wieder niedrigste Arbeitslosenquote

Annaberg-Buchholz.

Im Juni ist die Arbeitslosigkeit im Erzgebirgskreis um mehr als fünf Prozent gesunken. Nach Angaben von Nino Sciretta, Leiter der Agentur für Arbeit in Annaberg-Buchholz, haben sich im zurückliegenden Monat weniger Personen aus einer Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos gemeldet als noch vor einem Monat. Zudem konnten 850 Personen eine neue Beschäftigung aufnehmen. "Nach den stark steigenden Zahlen in den vergangenen zwei Monaten ist das ein erster Lichtblick", konstatiert der Agenturleiter.

Insgesamt waren zum Ende des Monats Juni im Erzgebirgskreis 8444 Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Anzahl der Arbeitslosen ist damit laut Nino Sciretta im Vergleich zum Mai um 477 gesunken. Dadurch ist auch die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte auf aktuell 4,9 Prozent gesunken. Der Erzgebirgskreis hat damit im sachsenweiten Vergleich wieder die Spitzenposition erreicht. Für den Freistaat bilanziert die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit für den Juni eine Quote von 6,3 Prozent - das sind 133.721 arbeitslose Frauen und Männer.

Unterdessen bilanziert die heimische Agentur für Arbeit auch bei den Anträgen auf Kurzarbeit einen deutlichen Rückgang. Hatten bis Ende Mai 4814 Unternehmen entsprechende Anträge für insgesamt 50.553 Beschäftigte eingereicht, sind die Zahlen nach Angaben von Nino Sciretta im Mai und Juni zurückgegangen: "Im Juni sind nur noch 88 Anzeigen eingegangen." Zum Vergleich. Im April waren es monatlich mehr als 2700 Anzeigen gewesen.

Trotz dieser positiven Tendenzen seien viele Unternehmen noch zurückhaltend und meldeten weniger freie Arbeitsstellen als in anderen Jahren zu diesem Zeitpunkt üblich. Im Juni wurden demnach 378 Stellen neu offeriert. Das sind 20,3 Prozent weniger als beispielsweise im Vorjahr. Und auch insgesamt sei der Bestand an offenen Stellen um 19,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Das Gleiche gelte für die Ausbildungsplätze. Auch in diesem Bereich sei nach wie vor Zurückhaltung spürbar. Die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen lag im Juni 14 Prozent unter Vorjahresniveau. Umso eindringlicher appelliert Nino Sciretta, die Zukunft auch in der aktuellen Zeit nicht aus den Augen zu verlieren: "Die betriebliche Ausbildung ist ein wichtiger Anker und Quelle für zukünftige Fachkräfte. Unternehmen sollten auch während der Krise an ihren Auszubildenden festhalten und freie Ausbildungsstellen melden. Die Jugendberufsagentur und der Arbeitgeber-Service unterstützen dabei und vermitteln freie Lehrstellen."

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