Arbeiten an umstrittener Brücke haben begonnen

Im Flussbett der Zwönitz muss zunächst ein Damm errichtet werden

Thalheim.

Die Arbeiten an der Thalheimer Uferstraßen-Brücke, über die in der Stadt lange Debatten geführt wurden, haben begonnen. Ein Bagger ist von der Straße aus unschwer zu erkennen. Laut Andreas Seifert, Vorarbeiter, werden in einem ersten Schritt sogenannte Bigpacks ins Flussbett der Zwönitz gehievt. Das sind flexible Schüttgutbehälter. Auf diese Weise entsteht ein Damm, der als Grundlage für die weiteren Arbeiten dient. Anschließend werden Reste des alten Bauwerks weggerissen, und das Fundament der neuen Brücke kann errichtet werden.

Wegen des Neubaus ist die Uferstraße auf Höhe der Hausnummer 2 vollgesperrt - voraussichtlich bis 30.Oktober, wie die Stadtverwaltung berichtete. Zudem ist die Hauptstraße auf der gegenüberliegenden Seite halbseitig gesperrt. Eine Ampel regelt den Verkehr.


Die Fußgängerbrücke soll den Übergang ersetzen, der beim Juni-Hochwasser im Jahr 2013 zerstört wurde. Um Standards des Hochwasserschutzes gerecht zu werden, sollte die Unterkante der Brücke ersten Plänen zufolge 1,70 Meter über dem Straßenniveau liegen. Eine Höhe, die viele für lächerlich und unpraktisch hielten. Nicht nur aus Gründen der Optik. Denn die Treppenstufen wären für Rentner mit Rollatoren oder anderen Gehhilfen kaum passierbar gewesen. Die Variante, die nun gebaut wird ist ein Kompromiss, auf den sich die Räte und der Bürgermeister geeinigt haben. Demnach wird die Höhe nur 1,34 Meter betragen. Und Rampen sollen den Übergang erleichtern. Weil die Rampen steiler sein werden, als es die gesetzliche Norm vorschreibt, wird die Brücke allerdings nicht als barrierefrei gelten.

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