Arbeitsgruppe fragt nach: Was wollen die Radfahrer?

Die Auswertung des Radlertreffs 2019 hat doch einige Fragen aufgeworfen. Diese wollen die AG-Mitglieder nun gern an die Teilnehmer weiterreichen. Ihr Problem: Was sollte man im kommenden Jahr anders machen?

Gersdorf/Lugau/Oelsnitz/Hohndorf.

Gerade einmal 45 Teilnehmer - das ist die Bilanz des 2019er-Radlertreffs der Arbeitsgruppe (AG) Steinkohlenweg. Geschuldet war dies ohne Zweifel dem Wetter: Noch bis kurz bevor das Startband durchschnitten wurde, hatte es geregnet. Sogar über eine Absage der Veranstaltung wurde schon nachgedacht, als dann mit dem Regenende die ersten Teilnehmer in Oelsnitz eintrafen. Dennoch: Die Teilnehmerzahlen des seit 2012 von der AG veranstalteten Rad-Events hat 2015 mit 105 Radfahrern ihren Rekord erreicht, 2018 wurde noch einmal an der 100er-Maske gekratzt, aber eine maßgebliche Steigerung gab es insgesamt nicht.

"Es zündet nicht so richtig", sagte Lugaus Bürgermeister Thomas Weikert auf der jüngsten Zusammenkunft der AG, als der Radlertreff 2019 ausgewertet wurde. Dabei haben die AG-Mitglieder unter Federführung des Verkehrszentrums immer wieder an der Organisation gefeilt und dort etwas geändert, wo Probleme gesehen wurden.

So verlegten sie das Event nach der 2016er-Veranstaltung, als die Temperaturen gerade einmal um die Null Grad betrugen und nur 36Radler kamen, vom April in den Sommer. Immer wieder gab es auch Premieren: 2016 wurde auf der Fitnessstrecke ein Bergkönig gekrönt, seit 2018 gibt es einen Wissenstest und ein Geschicklichkeitsturnier und in diesem Jahr wurde die Siegerehrung durch Preise, die aus einem Lostopf gezogen werden konnten, für alle Teilnehmer ersetzt. Weil das Interesse an der schweißtreibenden Fitnesstour nur gering war, konzentrierte man sich 2019 auch erstmals auf die Familienrunde.

Zwar wären Teilnehmerzahlen wie bei der Zwönitztalradtour organisatorisch gar nicht beherrschbar und sind auch nicht gewollt, aber man hatte doch auf einen stetigen Zuwachs gehofft. Man habe immer eine aufwendige Vorbereitung gehabt, sagte Rositta Griebel vom Oelsnitzer Rathaus, da sei die Entwicklung schon etwas enttäuschend.

In einem Punkt waren sich die AG-Mitglieder aber einig: Es soll auch 2020 wieder einen Radlertreff geben, auch der dritte Sonntag im Juni als Termin sowie der Oelsnitzer Familienpark als Start- und Zielpunkt hätten sich bewährt. Die Tombola mit Preisen für alle sei ebenfalls gut angenommen worden, wobei man im nächsten Jahr noch eine Lösung finden will, damit die Teilnehmerhefte nicht für das Tombola-Los abgegeben werden müssen. Gersdorfs Bürgermeister Eric Seidel schlug vor, das Heft einfach durch einen Stempel "zu entwerten". Auch den Start auf 11 Uhr nach hinten zu verschieben, wird diskutiert. Für Familien mit Kindern, die eine längere Anfahrt haben, sei das besser zu schaffen. Weil es vielleicht noch andere Aspekte gibt, die zu beachten wären, will die AG gern auch die Meinung von Teilnehmern oder solchen, die es gern werden möchten, wissen.

Was wäre für Sie wichtig bei einer solchen Radtour, was fanden Sie gelungen, was weniger? Wer Antworten auf diese Fragen geben möchte, wendet sich bitte per E-Mail an red.stollberg@freiepresse.de.


Die AG Steinkohlenweg

Ziel der Arbeitsgruppe Steinkohlenweg ist es, mit Aktionen dafür sorgen, die Region um den Steinkohlenweg - dieser verbindet Hohndorf, Lugau, Oelsnitz und Gersdorf, aktuell soll auch Niederwürschnitz eingebunden werden - bekannter zu machen.

Mitglieder sind die Bürgermeister beziehungsweise Vertreter der fünf Orte, das Verkehrszentrum Stollberger Land sowie das Bergbaumuseum beziehungsweise die Knappschaft.

Seit 2012 organisiert die AG den Radlertreff auf dem Steinkohlenweg. Auch ein Konzept zum Radewege-Ausbau hat sie unter Federführung des Verkehrszentrums erstellt. (vh)

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