Auerbach wehrt sich gegen Spielhalle

Es war zwar nur eine Voranfrage, doch schon diese wurde vom Gemeinderat abgeschmettert. Dagegen ging eine Erhöhung der Kitagebühren durch.

Auerbach.

Steht ein Gebäude lange leer, freuen sich Bürgermeister und Gemeinderäte meist, wenn dort wieder Leben einziehen soll. Nicht so in Auerbach im Falle des früheren Supermarktes am Ortsausgang in Richtung Gornsdorf. Dort soll nach offizieller Lesart eine Sport- und Spieleinrichtung entstehen - und zwar im Bereich des ehemaligen Bäckers im Eingangsbereich. Beim Blick auf den Grundriss war den Gemeinderäten jedoch schnell klar, dass sich dahinter eine Spielhalle verbergen könnte. Allein acht Automaten seien darauf erkennbar, erläuterte Bürgermeister Horst Kretzschmann.

Aus Angst, dass Auerbach damit ein Casino erhält, hat sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich dagegen ausgesprochen. Jedoch ist es lediglich ein Antrag auf Vorbescheid für die "Teilumnutzung einer ehemaligen Kaufhalle in eine Sport- und Spieleeinrichtung" gewesen, über den sie abstimmten. So etwas sei notwendig, um einen Bauantrag stellen zu können, sagte Horst Kretzschmann.

Zugestimmt haben die Auerbacher Gemeinderäte indes - und das sogar einstimmig -, die Elternbeiträge für die Auerbacher Kindertageseinrichtungen anzuheben. Laut Bürgermeister sei dies nötig, weil im vergangenen Jahr im Kindergartenbereich der Personalschlüssel gesenkt wurde, zudem sei ein höherer Tarifabschluss erzielt worden. Wer sein Kind für neun Stunden in die Krippe gibt, bezahlt ab September nicht mehr 212,97 Euro, sondern 225,29 Euro. Ein Neun-Stunden-Platz im Kindergarten kostet statt 129,88 Euro künftig 142,96 Euro. Und im Hort werden für eine sechsstündige Betreuung statt wie bisher 75 Euro ab 1. September 79,34 Euro fällig. Niedrigere Stundensätze werden anteilig heruntergerechnet.

Abschließend informierte Bürgermeister Kretzschmann darüber, dass das Landratsamt den Haushalt der Gemeinde genehmigt hat. Dieser liegt nun bis zum 6. Juni aus. Erfolgen keine Einwände, ist die Haushaltssatzung dann ab 7. Juni rechtswirksam.

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