Auerbacher Bibliothek zieht um

Der Wechsel des Domizils soll Kosten sparen. Andere geplante Beschlüsse hat der Rat auf die nächste Sitzung verschoben.

Auerbach.

Bis Jahresende soll die Bibliothek der Gemeinde Auerbach ins Erdgeschoss des Rathauses umziehen. Geplant ist das schon länger, nun werden Nägel mit Köpfen gemacht: Der Gemeinderat hat den Umzug in dieser Woche beschlossen und Bürgermeister Horst Kretzschmann beauftragt, die zur Sanierung und Renovierung der Räume im Rathaus notwendigen Absprachen mit der Geschäftsführerin der Auerbacher Wohnungsgesellschaft (WGA), Susann Gahler, zu führen.

Hintergrund ist das Sanierungskonzept der WGA, das vorsieht, alle öffentlich genutzten Gebäude wie die Schulen oder das Rathaus an die Gemeinde zurückzugeben und die anderen zu verkaufen. Zu letzteren gehört das Haus Hauptstraße 98, das derzeit das Domizil der Bibliothek ist. Aktuell fallen dafür jährlich rund 9000 Euro Mietkosten an, die gespart werden können, wenn sich die Einrichtung im Rathaus befindet, das ja an die Gemeinde zurückübertragen werden soll.

Bevor die Bibliothek einziehen kann, müssen die Klöppelfrauen innerhalb des Rathauses ins frühere Bürgerbüro umziehen, erklärt Bürgermeister Kretzschmann. Neben deren Raum soll die Bibliothek noch zwei benachbarte Zimmer nutzen, die aktuell renoviert werden.

Ebenfalls beschlossen wurde am Montag die Beschaffung eines Fahrzeuges für den Bauhof, das insbesondere für den Winterdienst benötigt wird. Darum soll es auch bis Anfang Dezember geliefert werden. Zunächst sollen aber fünf Autohäuser zwecks Angebotsabgabe angeschrieben werden, sagte Kretzschmann.

Einige geplante Beschlüsse wurden auf die nächste Ratssitzung, die am 21. September stattfindet, verschoben. So beispielsweise die Verwendung der Pauschale zur Stärkung des ländlichen Raumes für das Jahr 2020. Diese Pauschale kommt vom Freistaat, von 2018 bis 2020 werden dafür jährlich 70.000 Euro an die Kommunen ausgezahlt. Wie Bürgermeister Horst Kretzschmann sagte, wollen sich die Fraktionen bis zur nächsten Sitzung noch einmal absprechen, wofür das Geld verwendet werden soll. Auch der Beschluss zur Vermietung der Räume der früheren Gaststätte in der Sporthalle Sportlerheim "Arbeiterheim" an den Familien- und Freizeitverein konnte noch nicht gefasst werden, da die Verträge zwischen Kommune und WGA als Vermieter sowie zwischen Kommune und Verein noch nicht vorlagen.

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