Auerbacher Haushalt nur mit Kredit ausgeglichen

Das Strategiekonzept für die Wohnungsgesellschaft zieht 2019 und 2020 Kosten nach sich - auch in den Folgejahren.

Auerbach.

Der Doppelhaushaltsplan der Gemeinde Auerbach für die Jahre 2019 und 2020 ist geprägt von der Umsetzung des im Mai beschlossenen Konzepts zur (Neu-)Ausrichtung der Wohnungsgesellschaft Auerbach (WGA). Das betonte Kämmerin Simone Gerber auf der jüngsten Ratssitzung. Auf dieser wurden Haushaltssatzung und Plan einstimmig durch den Gemeinderat beschlossen. Zuvor hatten laut Gerber zwar Bürger Einsicht in das Papier genommen, aber keine Einwände gehabt.

Das Strategiekonzept zur WGA sieht unter anderem vor, alle öffentlich genutzten Gebäude von der Wohnungsgesellschaft wieder auf die Gemeinde zu übertragen und sie ab 2021 selbst zu bewirtschaften. Aufgrund des schwierigen Prozesses und des notwendigen Vermögenserwerbes wird die Gemeinde nicht umhin kommen, Kredite aufzunehmen, sagte Gerber. Nur so sei ein ausgeglichener Haushalt zu erreichen. Das Ganze sei bereits mit dem Landratsamt besprochen worden, erklärte sie. Die Rede ist von 40.000Euro im Jahr 2019 und 170.000 Euro im Jahr 2020.

Bei den notwendigen Ausgaben im Zuge der Vermögensübertragung handelt es sich um Grunderwerbssteuer und Notarkosten, hinzu kämen Kosten für Beratung und Rechtsbeistand, heißt es im Vorbericht zum Doppelhaushaltsplan.

Bei den kommunal genutzten WGA-Gebäuden handelt es sich um das Rathaus, die Bibliothek, die beiden Schulen, die Kita, die Feuerwehr, die beiden Turnhallen und den Baubetriebshof. Letzterer soll verkauft werden, ein Umzug des Bauhofs wird erwogen. Auch, ob das Bibliotheksgebäude übernommen wird, soll noch geprüft werden, die Bibliothek soll möglichst bald ins Rathaus umziehen.

Wegen des zu erwartenden Investitionsaufwandes in dem einen oder anderen Gebäude schloss Simone Gerber auch in den Folgejahren Kreditaufnahmen nicht aus. So wird der Sanierungsbedarf beispielsweise für die Oberschule in den kommenden Jahren auf rund 385.000 Euro geschätzt, der für die Sporthalle Zechenweg auf rund 215.000 Euro.

Zugleich spart die Gemeinde künftig aber Mietzahlungen, die sie bisher an die WGA leisten musste.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...