Auerbacher Schulkinder weihen ihr Sonnensegel ein

Ein lang gehegter Wunsch ist für Schule und Hort in Erfüllung gegangen. Im nächsten Jahr steht mit der digitalen Ausstattung eine weitere und größere Investition an.

Auerbach.

Ein Schutz vor der Sonne, wenn sich die Kinder in den Pausen oder nachmittags im Hort auf dem völlig schattenlosen Schulhof aufhalten, war ein laut Schulleiterin Kerstin Junghans schon lange gehegter Wunsch. Nun ist er in Form eines Sonnensegels Realität geworden - am gestrigen Freitagvormittag haben es die Grundschüler eingeweiht.

Gleich mehrere Lieder gaben sie zum Besten, die hauptsächlich als Dankeschön an ein Unternehmen im Nachbarort, den Gornsdorfer Leiterplattenhersteller KSG, gedacht waren. Denn die KSG hatte maßgeblich dazu beigetragen, dass das Sonnensegel angeschafft werden konnte. 3500 der 4800-Euro-Investition waren von ihr gesponsert worden, sagte Bürgermeister Horst Kretzschmann (parteilos) am Rande der Einweihung. KSG-Geschäftsführerin Margret Gleiniger ihrerseits bezeichnete das Sponsoring ebenfalls als Dankeschön. Man wolle auf diese Weise etwas zurückgeben, weil es in punkto Berufsorientierung und Schülerpraktika eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Oberschule im Ort gebe, sagte sie. "Wir haben einige Lehrlinge und Mitarbeiter, die den Weg über die Oberschule hier genommen haben."

Gebaut wurde das Segel, das nun eine Ecke des Schulhofes überspannt, von einem ortsansässigen Unternehmen, die Stützen kommen aus einer Jahnsbacher Firma. Das Aufstellen übernahmen schließlich Mitarbeiter des Bauhofes, sagte deren Chef Jens Andre.

An der Grundschule ist man ansonsten ausstattungsmäßig auf einem guten Stand. "Hier ist laufend modernisiert worden, wenn es notwendig war", erklärte Schulleiterin Junghans. Weil die Schule erst vor neun Jahren eingeweiht wurde, habe es hier auch nie einen Investitionsstau wie an der Oberschule gegeben, sagte Bürgermeister Kretzschmann. In die Zukunft geschaut, soll aber an beiden Schulen investiert werden, nämlich in die digitale Ausstattung.

Konkrete Zahlen könne man noch nicht nennen, sagte Kretzschmann, aktuell laufe über ein Büro gerade die Vorplanung. Gemeinsam mit den beiden Schulleiterinnen habe er sich zuvor auf einer Veranstaltung über die Fördermöglichkeiten des Digitalpakts, mit dem Sachsens Schulen ihre digitale Infrastruktur und Ausstattung verbessern können, informiert. "Im nächsten Jahr soll es dann richtig losgehen", sagte Kretzschmann.

"Die Lehrer freuen sich auf den Unterricht mit neuer und moderner Technik - interaktiven Tafeln und gegebenenfalls Tablets", sagte Schulleiterin Junghans. Man habe ein relativ junges Kollegium, das in diesem Punkt sehr aufgeschlossen und voller Erwartung ist.

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