Aufstiegshilfe an Schanzen noch nicht im Praxistest

Ein Problem ist die Eisbildung auf der Schiene - dafür wurde eigens eine Fräse entwickelt. Wann aber soll der Test nun erfolgen?

Oberwiesenthal.

Die neue Aufstiegshilfe am Schanzenkomplex in Oberwiesenthal stellt den Bauherren und die Konstrukteure weiter vor neue Herausforderungen. Zwar haben sowohl der österreichische als auch der deutsche Tüv die Anlage schon mehrfach in Augenschein genommen. Komplett freigegeben ist sie aber noch immer nicht, so Oberwiesenthals Bürgermeister Mirko Ernst (FDP). Die Stadt ist Auftraggeber für die bisher einmalig gebaute Anlage, die den mittlerweile liquidierten alten Lift ablösen soll. Und die Verwaltung rechnet in diesen Tagen zumindest mit dem Zertifikat des österreichischen Tüv. "Damit ist eine große Hürde weg", kommentiert das Stadtoberhaupt.

Deutlich weniger werden die Sorgenfalten auf seiner Stirn deshalb aber noch nicht. Eines der schwierigsten Probleme ist momentan noch: die Eisbildung auf den Führungsschienen für die beiden Transportkabinen. Dafür habe die beauftragte Firma aus Österreich zwar mittlerweile eine spezielle Fräse entwickelt, die sei aber bisher noch nicht getestet. Das soll nun in den ersten Januarwochen erfolgen. Dann soll auch die Programmierung, die für die einzelnen Stationen immer wieder neu angepasst werden musste, ihrem finalen Test unterzogen werden. Der Bürgermeister hofft, dass dann in der sechsten Kalenderwoche die endgültige Abnahme der Anlage durch den deutschen Tüv erfolgen kann. Ziel: "Den nach der Abnahme nötigen Praxistest soll es noch diesen Winter geben." Denn in der nächsten Saison steht mit dem Continental-Cup gleich zum Auftakt einer der ersten sportlichen Höhepunkte auf dem Programm.

Die Schanzenarbeiter vor Ort seien unterdessen schon gut mit dem neuen System vertraut gemacht worden. Auch eine Bergeübung hat es bereits gegeben, berichtet Mirko Ernst. Mit einer konkreten Terminaussage, wann die Anlage offiziell an die Stadt übergeben wird, hält er sich allerdings nach wie vor zurück. Zu oft war der Terminplan für das Vorhaben seit dem Frühjahr 2016 immer wieder korrigiert worden.

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