Bauarbeiter legen Kindergarten trocken

Ein Gewitterguss hat den Keller des Haues in Zwönitz voll laufen lassen. Seit Monaten wird er nun getrocknet. Die Suche nach der Ursache gestaltet sich allerdings schwierig.

Zwönitz.

Wann können die Mädchen und Jungen aus der Kindertagesstätte "Regenbogen" in Zwönitz endlich wieder die Räume im Keller nutzen? Auf diese Frage gibt es seit Monaten keine Antwort.

Nachdem ein Unwetter Ende August das untere Geschoss unter Wasser gesetzt hatte, läuft bis heute die Ursachensuche. Parallel dazu finden seit Wochen aufwendige Trocknungsarbeiten statt. Das berichtet Bernd Neukirchner, Bauamtsleiter der Stadt, zu der die Kita gehört. "Die Entfeuchtungsmaschinen laufen rund um die Uhr", sagt er.

Vom einen auf den anderen Tag hatte plötzlich das Wasser mehrere Zentimeter hoch in den Räumen gestanden. "Es kam über die Fenster rein", sagt Bernd Neukirchner. Aber nicht nur von dort. Möglicherweise habe es auch einen Rückstau der Dachentwässerung gegeben, vermuten Fachleute. Wie es dazu kam, wird nun untersucht.

Mit einer Kamera sind Teile des Rohrnetzes erkundet worden. Etwa 100 Meter lang ist es insgesamt. An einer Stelle ist das Rohr bereits geöffnet worden. Und eine Baumwurzel, die an der Einleitungsstelle zum Bach einen Teil des Rohrs blockierte, musste weichen.

Der Bauamtsleiter hofft, mit dem Freispülen der Rohre die Arbeiten noch vor Weihnachten abschließen zu können. Bis nächste Woche laufen die Trockenlegungen. Möglich sei aber, dass noch größere Schäden entdeckt werden, die es zu reparieren gilt. "Der Rohrbestand ist immerhin über 50 Jahre alt", erklärt Bernd Neukirchner. Läuft alles nach Plan, sollen die Räume im Keller im Anschluss gleich saniert werden, vermutlich im Februar und März.

Die Kosten für den Reparatureinsatz schätzt der Bauamtsleiter auf bis zu 15.000 Euro. Nicht eingerechnet in dieser Summe ist allerdings eine geplante Modernisierung des Kellers. Wie er berichtet, gibt es zurzeit Überlegungen, den Zuschnitt der Räume zu ändern. Das bestätigt die Hausleiterin Claudia Grünert. "Wir wollen den Schaden für sinnvolle Umbauarbeiten nutzen." Angedacht sei beispielsweise, die Räume zu vergrößern und zu modernisieren.

Bisher nutzte eine Krippengruppe den Keller als Schlaf- und Spielbereich sowie als Garderobe. Diese Kinder mussten wegen des Wasserschadens nun innerhalb des Hauses in andere Räume umziehen. "Es ist aber händelbar, wir hatten noch Kapazitäten", sagt Claudia Grünert. In ihrer Einrichtung werden derzeit insgesamt 165 Mädchen und Jungen betreut, davon 124 im Kindergarten und 41 in der Krippe. Platz ist in der Kindertagesstätte theoretisch für bis zu 215 Kinder.

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