Bauernmarkt zweigeteilt und rekordträchtig

Lange haben die Stollberger auf einen Tag wie diesen gewartet. Und er sollte am Ende mit echten Superlativen überraschen.

Stollberg.

Der Bauernmarkt am vergangenen Wochenende ist seit Monaten wieder das erste Angebot gewesen, das in die Innenstadt von Stollberg lockte. Ein schöner Herbsttag mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen - besser hätten es sich die Veranstalter nicht wünschen können.

Der Corona-Pandemie geschuldet, wurde der Bauernmarkt diesmal jedoch in zwei Bereiche geteilt: Den Kulturteil hat man auf den Marienpark konzentriert und die Zahl der Besucher dort auf 500 begrenzt. Das bunte Marktreiben, das sich über die Herrenstraße bis auf den Marktplatz zog, ist wie ein Wochenmarkt auch, normal gelaufen. Marktmeisterin Bärbel Raatz ist angenehm überrascht, dass es doch so viele Besucher in die Innenstadt zog: "Und das, trotz der Vorurteile, die es gegeben hat, hinsichtlich der Tatsache, dass Besucher im abgegrenzten Kultur-Bereich ihre Kontaktdaten hinterlassen mussten."

Die Organisatoren hatten sich im Vorfeld viele Gedanken gemacht, und im Vergleich zum Vorjahr gewisse Dinge verändert: "So haben wir die Highlights, wie die Riesen-Kürbisse und die Pilze aus der Festmeile herausgenommen und anderweitig platziert, um zu entzerren. Und wir haben auch die Abstände zwischen den Händler vergrößert", erklärt Bärbel Raatz. Kay und Rainer Drechsler waren mit ihrem Riesengemüse zum wiederholten Male auf dem Stollberger Bauernmarkt präsent. "Es macht richtig Laune, wenn es jedes Jahr wieder mit dem Riesengemüse klappt", freut sich Rainer Drechsler. Gerade Kürbisse nehmen in seinem Garten alljährlich gigantische Ausmaße an. In diesem Jahr hat der Leukersdorfer einen neuen Rekord erzielt: "Dieser Kürbis wiegt rund 300 Kilogramm und hat eine Durchmesser von 1,12 Meter. Es ist der größte Kürbis, den wir je bisher gezüchtet haben." Bei diesem Riesengemüse stellt sich die Frage, woher der Erfolg rührt? "Eine gute Vorbereitung der Pflanzstelle, die Verwendung von Naturdünger, viel Wasser für die Pflanzen und Mulch gehören dazu", hat Rainer Drechsler verraten. Mit der Natur beschäftigen sich auch die Pilzberater und Pilzfreunde vom Verein Pilzberater Südwestsachsen, die in den Tagen vorm Bauernmarkt für eine vielfältige Pilzausstellung eifrig gesammelt haben. "Genau gezählt haben wir nicht, aber es sind rund 200 Arten, die wir zeigen", sagt Jana Colditz, Pilzberaterin aus Stollberg.

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