Bereits erster Workshop im Seiffener Kreativzentrum

Lange war es nur eine Idee auf dem Papier: Im Spielzeugdorf soll eine Denkwerkstatt entstehen. Doch jetzt ging alles recht schnell.

Seiffen.

Erst vor zwei Wochen ist das Gesamtkonzept für das Seiffener Kreativzentrum vorgestellt worden. Dazu hatten Bürgermeister Martin Wittig (CDU) und Projektleiter Wolfgang Braun extra zur Präsentation in das Hotel Buntes Haus geladen; vor allem ortsansässige Unternehmer waren dem Ruf gefolgt.

Nun konnte der Seiffener Bürgermeister in der jüngsten Gemeinderatssitzung Anfang der Woche informieren, dass der Betrieb im Kreativzentrum in einer Halle der Tischlerei Bieber schon aufgenommen worden und der erste Workshop angelaufen sind. Das Ziel der Initiative: Freiraum bieten für angehende Kunsthandwerker und Spielzeugmacher, um sich ausprobieren zu können. Das Angebot richtet sich vor allem an Studenten, aber auch an Quereinsteiger. Sie sollen die Möglichkeit erhalten, Muster oder Kleinserien von Produkten herzustellen. Neun Interessierte machten mit ihrer Anmeldung zum ersten Workshop Gebrauch. Von ihnen wollen sich fünf im Bereich Produktion und Gestaltung weiter spezialisieren, sagt Projektleiter Wolfgang Braun. Die Workshops finden im zweiwöchigen Turnus im Wechsel mit Stammtischrunden statt. Diese Runden wiederum würden sich an die gesamte Branche richten und sich jeweils einem speziellen Thema widmen. "Zunächst stehen Farbenlehre und Marketing auf dem Plan", erläutert Projektleiter Wolfgang Braun.

Unterdessen ist bereits die nächste Veranstaltung im Kreativzentrum geplant und angesetzt: Am 18. März wird der Leiter der Seiffener Museen, Dr. Konrad Auerbach, im Zentrum referieren. Das Thema der Veranstaltung: "Historische Zeichnungen und Entwürfe aus dem Museumsarchiv zur Ideen- und Gestaltungsfindung".

An einigen Punkten der Einrichtung wird indes noch gearbeitet. Die nächste Etappe sei die Internetseite. "Bis Mitte nächsten Monats wollen wir online erreichbar sein", sagt Wolfgang Braun zum Zeitplan. Auch die Ausstattung des Zentrums ist noch nicht vollständig. Rund ein Drittel der benötigten Maschinen sei schon vorhanden, dazu ein Konferenztisch und ausgestattete Separees zum Arbeiten. "Bis spätestens Ostern wollen wir dann komplett eingerichtet sein", so Braun.

Auch die angestrebte Vernetzung soll laut Bürgermeister Wittig vorangetrieben werden. Dazu finde voraussichtlich am 19. März ein Treffen mit den Vertretern des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller, der Genossenschaft Dregeno sowie Gemeinderatsmitgliedern statt. Ein weiteres Treffen mit dem Verein Kreativwirtschaft Erzgebirge soll folgen.

Die Idee für das Kompetenzzentrum stammt ursprünglich aus der Feder der Dregeno-Vorsitzenden Juliane Kröner und des Unternehmers Wolfgang Werner. Die Gemeinde entwickelte die Idee weiter. Sie beteiligte sich an einem Ideenwettbewerb des sächsischen Landwirtschaftsministeriums und konnte damit punkten. 450.000 Euro schießt der Freistaat für das Vorhaben zu.


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