Bergbaumuseum: Erste Ausschreibungen im Herbst

Oelsnitz winkt den aktuellen Planungsstand durch. Die Einrichtung wird für rund 17,25 Millionen Euro modernisiert und umgebaut.

Oelsnitz.

Der Umbau und die Sanierung des Bergbaumuseums in Oelsnitz geht langsam in die heiße Phase über. Sowohl der Fördermittelantrag als auch der Bauantrag sind eingereicht worden und werden zurzeit geprüft. Auch der Technische Ausschuss in Oelsnitz hat sich kürzlich mit der Modernisierung befasst und die gemeindliche Zustimmung erteilt. Parallel wird bereits die Ausführungsplanung für den ersten Bauabschnitt erstellt, teilt Stefanie John, Sprecherin des Erzgebirgskreises mit. Im Herbst sollen die ersten Ausschreibungen erfolgen. Der Landkreis als Bauherr plant, dass die Aufträge für vorgezogene Arbeiten und den erweiterten Rohbau Mitte Februar des kommenden Jahres erteilt werden können.

Thomas Illmann, Sachgebietsleiter Bau in der Oelsnitzer Verwaltung, hat die Lokalpolitiker in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses auf den neuersten Stand gebracht. Wesentliche Änderungen zu der Anfang des Jahres im Stadtrat vorgestellten Plänen gibt es nicht. Lediglich in der neu geplanten Eingangshalle sind noch kleinere Änderungen an der Be- und Entlüftung vorgesehen.

Das Bergbaumuseum soll für rund 17,25 Millionen Euro saniert und umgebaut werden. Inbegriffen in diese Investition ist auch ein neues Museumskonzept. Bis zur Landesausstellung 2020 soll bereits ein in sich schlüssiger Rundgang realisiert sein. Das Bergbaumuseum wird als Außenstelle Teil der Landesausstellung. Größere Umbauten sind vor allem auch an der Hängebank und dem Turm vorgesehen. Zudem bekommt das Schaubergwerk ein neues Brandschutzkonzept. Dies alles wird zur Landesausstellung nicht präsentiert werden. Die Verantwortlichen sehen darin sogar einen Vorteil. Schließlich habe das Museum so noch einige Höhepunkte in der Hinterhand, wenn Besucher durch die Landesausstellung zu einem weiteren Besuch inspiriert würden.

Im Technischen Ausschuss bewegte vor allem der Turm die Teilnehmer. "Es geht darum, die Begehbarkeit dauerhaft zu sichern", betonte Bürgermeister Bernd Birkigt. Kondenswasser bereitet dem Turm arge Probleme. So seien die Fensterfassungen gerostet, führte Ratsmitglied Manfred Plobner (SPD) aus. "Auch die Treppe zur Fördermaschine im Turm ist erheblich verrostet", sagt Plobner, der besonders begrüßt, dass im Museum Barrierefreiheit hergestellt wird. Endgültig abgeschlossen sein sollen die Arbeiten am Museum im Jahr 2022.

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