Bislang haben sich fast 40 Freiwillige gemeldet

Helferplattform zur Pflege läuft - Bedarf ist jedoch unterschiedlich

Stollberg.

Vermehrte Hilfegesuche aus Pflegeeinrichtungen im Erzgebirgskreis hatten das Pflegenetz Erzgebirge - angesiedelt beim Landratsamt - Mitte Januar dazu veranlasst, eine neue Plattform einzurichten. So sollten Freiwillige gesucht werden, die im pflegerischen Bereich unterstützen können. Der Plan ist aufgegangen. "Die Initiierung der Helferplattform ist sehr gut angelaufen", sagt André Beuthner, Sprecher des Landratsamtes. Fast 40 Freiwillige hätten sich bisher gemeldet. Erste Bedarfsabfragen aus den 72 vollstationären Pflegeeinrichtungen im Landkreis seien auch schon erfolgt. Zu Details einzelner Vermittlungen gebe es aber aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Auskünfte. Anfang des Monats hat es laut Beuthner Covid-19-Erkrankungen in zehn Pflegeeinrichtungen gegeben.

Inwieweit die Einrichtungen die Angebote annehmen, ist noch offen, wie eine Nachfrage von "Freie Presse" ergab. So sieht Björn Buchhold, Geschäftsführer des Wohn- und Pflegezentrums in Annaberg-Buchholz den zeitweisen Einsatz von externen Kollegen problematisch. Dabei gehe es vor allem um rechtliche Fragen wie Versicherung und Entlohnung. Unabhängig von der Pandemie wird das Unternehmen von 25 Ehrenamtlichen unterstützt.

Ähnlich ist die Situation in den elf Alten- und Seniorenpflegeheimen der Diakonie Erzgebirge. Dort kümmern sich laut Sprecherin Katharina Neukirchener 880Mitarbeitende um 726 Bewohnerinnen und Bewohner. "Aufgrund der engen Verzahnung von ambulanter und stationärer Altenhilfe sowie den Tagespflegen werden Personalengpässe innerhalb des Fachbereiches realisiert." Hinzu kommen Jugendliche im Freiwilligen Sozialen Jahr. Insgesamt bewertet sie die Personalsituation in der Altenhilfe derzeit als weitgehend stabil - wenngleich die Testungen und Impfungen zusätzlich Aufwand bedeuten.

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