Blitzeis-Alarm in der Region

Der Regen hat gestern Straßen und Gehwege in gefährliche Rutschbahnen verwandelt. Polizei und Ärzte hatten viel zu tun.

Zwönitz.

Glatteis hat viele Erzgebirger gestern Morgen kalt erwischt. Bei frostigen Temperaturen sorgte Regen für überfrorene Straßen und Gehwege, so in Schwarzenberg, Zwönitz und Johanngeorgenstadt. Autos rutschten, Busse stoppten, auf Fußwegen stürzten Fußgänger. Meteorologen hatten bereits am Donnerstag vor Glatteis in der Region gewarnt. Gestern Morgen gab der Deutsche Wetterdienst dann eine Unwetterwarnung für den Kreis heraus. Dennoch dürften viele Bürger überrascht gewesen sein.

In der Stadt Zwönitz ging laut Augenzeugen in den Morgenstunden so gut wie nichts mehr. Gleich mehrere Menschen verloren auf spiegelglatter Straße das Gleichgewicht. Selbst die Polizei war machtlos; die Beamten kamen mit ihrem Einsatzwagen nicht mehr fort. Auch der Pflegedienst war betroffen: Ein Fahrzeug der Johanniter rutschte vom Rutenweg in den Graben. Auf den Nebenstraßen und den Gehwegen gab es zeitweise kein Vorankommen mehr. Eine Anwohnerin aus Zwönitz sagte: "Es haut die Leute einfach hin, da hilft nur Salz."

Auch der Regionalverkehr Erzgebirge hatte mit der Witterung zu kämpfen. Während die Busse in Stollberg normal fuhren, ging in Zwönitz und Annaberg auf einigen Strecken zeitweise nichts mehr. Laut RVE-Verkehrsbetriebsleiter Hans-Jochen Richter, gab es vor allem im Stadtverkehr von Annaberg am Mittag "erhebliche Behinderungen" auf den Nebenstraßen.

Das Wetter löste bei den Straßenmeistereien im Landkreis reges Treiben aus. Wegen der "enormen Glättebildung" seien gestern alle Streufahrzeuge im Erzgebirgskreis im Einsatz gewesen, sagte ein Sprecher. "Bereits in den Morgenstunden wurde mit einer vorbeugenden Streuung begonnen." Dabei kam ein Salz-Lauge-Gemisch auf die Straßen.

In der Notaufnahme der Kliniken Erlabrunn herrschte wegen des Wetters am Vormittag ebenfalls Hochbetrieb. "Es sind viele Leute aufgrund des Glatteises gestürzt und haben sich etwas gebrochen oder geprellt", gab Pressesprecherin Mandy Knoch Auskunft. Viel zu tun hatte auch die Polizei. Im Erzgebirgskreis hat es laut deren Angaben mehrere eisbedingte Unfälle gegeben. (mit matu)

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