Botschafter, die schon lange fürs Erzgebirge werben

Ein DJ-Duo aus der Region und der Chef von 120 Menschen sind offiziell ernannt worden. Dabei werden sie auch Zukunft das machen, was sie nicht erst seit gestern tun.

Stollberg.

Dass im Erzgebirge moderne Wirtschaftsunternehmen ansässig sind, die Hightech produzieren und zum Teil Weltmarktführer sind, das wissen Unternehmer wie Michael Wiesehütter. Doch in der Außenwahrnehmung kommt das dem 37-Jährigen manchmal zu kurz. Er sieht es als seine Aufgabe an, dies stärker nach außen zu tragen und das tut er schon längst. Nun wurde der Geschäftsführer der Stollberger Wesko dafür auch offiziell vom Landkreis zum Erz-Botschafter ernannt. Inzwischen sind in diesem Kreis mehr als 120 Geschäftsführer, Sportler, Politiker und Vereine und Verbände.

"Die Holzspielzeugmacher sind ein ganz wichtiger Bestandteil der erzgebirgischen Tradition und Wirtschaft. Aber das Erzgebirge ist mehr als das", sagt Michael Wiesehütter, der mit seiner Ehefrau und den zwei Kindern in Ehrenfriedersdorf lebt. In der Bergstadt ist er aufgewachsen und hat in Thum das Gymnasium besucht. Er studierte BWL an der TU Chemnitz und ist seit 2009 bei der Wesko. Lange war er Prokurist, seit Anfang 2019 ist er Geschäftsführer des Unternehmens mit 120 Mitarbeitern, das in den Bereichen Prüftechnik, Spritzguss und Werkzeugbau operiert.

Auch Stereoact ist jetzt ganz offiziell Botschafter des Erzgebirges. Die Herkunft der DJs Rico Einenkel aus Gornsdorf und Sebastian Seidel aus Annaberg-Buchholz spiele immer wieder eine Rolle, verrät Sebastian Seidel. "Die meisten fragen schon wegen unseres Dialekts", so der Annaberger. Das sei nicht schlimm, schließlich sind Einenkel und Seidel mit Leib und Seele Erzgebirger. Werden sie gebucht und nach ihren Wünschen für den Backstage-Bereich gefragt, steht auf der Liste auch immer ein Foto aus dem Erzgebirge. So setzen sich Veranstalter ganz konkret mit dem Erzgebirge auseinander. Dass Stereoact nun offiziell Botschafter ihrer Heimat sind, sei eine große Ehre. "Ein besseres Lob kann es kaum geben", findet Sebastian Seidel. Nach der Ernennung taten die Männer das, was sie am besten können: Sie legten auf. Besonderes Highlight dieses Live-Streams bei Facebook, der unter dem Motto Hollywood- und Serienhits stand, war ein Auto, das viele aus "Zurück in die Zukunft" kennen dürften.

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