Bund gibt Mittel für schnelles Internet frei

Freistaat muss Geld vor Start von Ausschreibungen an Kreis weiterreichen

Stollberg.

Noch lahmt der Ausbau des schnellen Internets speziell in Sachsen. Doch Abhilfe könnte demnächst geschaffen werden. Denn der Erzgebirgskreis erhält Fördermittel für den Breitbandausbau. Rund 84 Millionen Euro stehen zur Verfügung. Mit dem Geld vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sollen Wirtschaftlichkeitslücken beim Ausbau geschlossen werden. Speziell geht es dabei um die sogenannten weißen Flecken, sprich um jene Bereiche, die keine oder nur eine schlechte Internetversorgung haben.

Rund 15,9 Millionen Euro stehen für unterversorgte Adressen in Auerbach, Gornsdorf, Hohndorf, Lugau, Niederdorf, Niederwürschnitz, Oelsnitz, Thalheim und Zwönitz zur Verfügung, wie der hiesige Bundestagsabgeordnete, Parlamentarische Staatssekretär und Ostbeauftragte Marco Wanderwitz (CDU) mitteilte. "Das hilft dem ländlichen Raum!", kommentierte er auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Die nun bewilligten Bundesmittel sind allerdings erst als ein erster Schritt bis zur Umsetzung zu sehen. Die Vorbescheide müssen zunächst durch den Freistaat weitergereicht werden. Erst dann können entsprechende Ausschreibungen gestartet werden. "Prinzipiell ist das eine gute Nachricht", findet Thalheims Bürgermeister Nico Dittmann. Die Drei-Tannen-Stadt werde jedoch eher nicht von diesen Geldern profitieren. In der Stadt lägen 250 MBit an. Das sei zwar nicht die Welt, aber mehr als noch als weißer Fleck durchzugehen. "Wir verlegen daher bei jedem Straßenbauprojekt Glasfaser", sagt Dittmann.

Oelsnitz wird Teil des Landkreis-Programmes sein, heißt es aus dem Rathaus. Auch dort ist schon in der Vergangenheit einiges geschehen. "Wir hatten 2017 den ersten wichtigen Schritt getan, in dessen Folge die Telekom und enviaTel mittels Eigenausbau unsere Situation in Oelsnitz erheblich verbessert haben", sagt Beigeordneter Jens Barnickel.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.