Bund sagt Geld für Schocken in Zwickau zu

Wichtige Hürde auf dem Weg zu einer Sanierung und Belebung des Kaufhauses genommen

Zwickau.

Die geplante Sanierung und Wiederbelebung des Schocken-Kaufhauses in der Zwickauer Innenstadt wird konkreter. Über das Programm "nationale Projekte des Städtebaus" fließen vier Millionen Euro Bundesmittel in den Umbau des leer stehenden Zwickauer Kaufhauses. Das gab das Bundesbauministerium bekannt. Das Schocken ist demnach eines von 35 durch den Bund geförderten Vorhaben.

Das Schocken hat damit eine große, aber noch nicht die entscheidende Hürde zur Wiederbelebung genommen. Voraussetzung dafür ist nach wie vor eine Einigung zwischen der Erbengemeinschaft der Familie Schocken und dem privaten Investor, der Firma Papenburg. Papenburg will nur einsteigen, wenn man das Gebäude kaufen kann. Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Entsprechend freudig, aber nicht überschwänglich fallen die Reaktionen auf die Förderzusage des Bundes aus. Mit der bekannt gegebenen Entscheidung sei man einen großen Schritt weiter gekommen, so Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD). Ziel sei nun, schnellstmöglich mit der Firma Papenburg eine Weiterleitungsvereinbarung abzuschließen. Die Sanierung des Schocken-Kaufhauses sei von wesentlicher Bedeutung für die Bewahrung von Kultur- und Stadtgeschichte sowie für die Revitalisierung der Innenstadt.

In Zwickau soll sich neben den vier Millionen Euro vom Bund auch die Stadt mit zwei Millionen beteiligen. Geplant ist Einzelhandel im Erdgeschoss, in den Stockwerken darüber Büros von Landes- und Stadtverwaltung sowie Wohnungen. Baubeginn soll 2020 sein - sofern sich Investor und Eigentümer einigen können. Auch Crimmitschau hat 2,59 Millionen Euro für die Sanierung des dortigen Schocken-Kaufhauses erhalten. (ael/nkd)

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