Burkhardtsdorf debattiert weiter über Schulcampus

Die Verwaltung hat eine Funktionsplanung für das Areal vorgestellt. Der Gemeinderat hat jedoch immer noch Redebedarf.

Burkhardtsdorf.

Der Bereich vor dem Rathaus und den beiden Schulen in Burkhardtsdorf soll zu einem Schulcampus umgebaut werden. Also einer Fläche, die tagsüber den Kindern als Pausenhof und nachmittags der Bevölkerung als Treffpunkt dienen soll. Das war von vorneherein so vorgesehen und Konsens im Gemeinderat.

Jetzt, da das Vorhaben konkret wird und eine Funktionsplanung vorliegt, haben zahlreiche Gemeinderäte Redebedarf. Katrin Seyffert (CDU) sorgt sich um ausreichend Parkflächen, ihr Parteifreund Hendrik Drechsel fordert einen kombinierbaren Marktplatz mit genügend Raum für den Weihnachtsmarkt oder andere Veranstaltungen. Ganz ausgestanden ist auch nicht die Idee, den Gebäudekomplex der Sonne kommunal anzukaufen, um diesen Bereich als Schulcampus zu planen. Letztlich möchte auch der Burkhardtsdorfer Ortschaftsrat ein Wörtchen mitreden und die Bevölkerung einbinden.

Bürgermeister Thomas Probst (CDU) wähnte sich dabei eigentlich schon einen Schritt weiter: "Die Funktionalität ist jetzt überplant und wir können uns über die Gestaltung unterhalten", sagte er im Gemeinderat. Er betonte die Einigkeit bei den Abstimmungsrunden mit allen Anrainern. In diesen sei etwa die Idee verworfen worden, das Kriegerdenkmal auf den Friedhof zu verlegen. Es soll nun am angestammten Ort bleiben und lediglich etwas seitlich verschoben werden, um eine Sichtbeziehung vom Campus zur Schule herzustellen. "Die Kirche als einer unserer Hauptpartner hat nicht mitgespielt und nun bleibt es an dem Ort, wo es hingehört", sagte Probst. Das hörte sich vor wenigen Wochen noch anders an.

Das Zugeständnis scheint einigen im Gemeinderat nicht zu reichen. Auch wenn CDU-Fraktionschefin Uta Windisch davor warnte, die bestehende Planung "nochmal aufzudröseln", steht genau das zu befürchten. Probst gibt sich offen für Vorschläge. Allerdings kann er seinen Unmut über diese Rolle rückwärts kaum verbergen: "Wenn ihr als Gemeinderat beschließt, dass es anders werden soll, setzen wir das als Verwaltung um." Das gelte auch für ein Parkhaus im Ortskern. Diese Idee geistert neuerdings durch das politische Burkhardtsdorf, ohne dass der Bedarf eines solchen Bauwerks ersichtlich wäre oder die Vereinbarkeit mit einem Schulcampus.

Zunächst werden die Ortschaftsräte gemeinsam tagen - ein Termin steht noch nicht fest -und die Planungen den Bürgern vorstellen. Etwaige Vorschläge werden dann sicher der Verwaltung vorgelegt und im Gemeinderat diskutiert werden. Schlussendlich hat der Gemeinderat das letzte Wort über die vorgesehene Investition. Es ist geplant, das Vorhaben bis 2020 abgeschlossen zu haben.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...