Burkhardtsdorf nimmt Ortskern in den Fokus

Das Zentrum soll Sanierungsgebiet werden. So soll Fördergeld für unterschiedliche Maßnahmen akquiriert werden.

Burkhardtsdorf.

Der neue Burkhardtsdorfer Bürgermeister Jörg Spiller hat die Entwicklung des Ortskernes als größtes Projekt seiner ersten Amtszeit ausgemacht. Daher soll im nächsten Gemeinderat ein Grundsatzbeschluss dazu gefällt und der Ortskern zum Sanierungsgebiet gemacht werden. Damit verbunden ist die Hoffnung auf Fördergeld. "Vieles ist schon oft besprochen worden und es herrscht grundsätzlicher Konsens", sagt Spiller. Daher hofft er darauf, am Montag neben der grundsätzlichen Zustimmung auch grünes Licht für die Planung eines Fördergebietskonzeptes von den Gemeinderäten zu bekommen. Letzteres soll die KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH erarbeiten. Welche Aspekte spielen dabei eine Rolle?

Schule: Die grundsätzliche Frage ist, ob es wegen der zurzeit hohen Schülerzahl einen Anbau der Grundschule geben soll oder nicht. "Wir pendeln derzeit zwischen Zwei- und Dreizügigkeit", begründet Spiller. Einem Anbau steht er dennoch skeptisch gegenüber. Schließlich setze Burkhardtsdorf nicht auf neue Wohngebiete und könne mittelfristig somit mit eher weniger Grundschülern rechnen. Ein zusätzliches Fachkabinett im ehemaligen Gasthof "Zur Sonne" und eine flexible Schulbezirks-Regelung seien somit geeignete Instrumente. "Gornsdorf hat eine moderne Schule, ist mit seinen Schülerzahlen zurzeit aber hart an der Grenze und könnte mit Schülern aus Meinersdorf gestärkt werden", wirbt Spiller für seine Idee.

"Zur Sonne": Den ehemalige Gasthof hat die Gemeinde gekauft. Nunmuss ein tragfähiges Nutzungskonzept her. Neben dem Fachkabinett, beispielsweise im früheren Schlecker, könnte auch das Reisebüro vom Markt dort einziehen. Zudem ist ein Teilabriss im Bereich des Bistros zu diskutieren. Für dieses könnte ein Anbau errichtet werden.

Markt: Sollte der Reisebüro-Container mittelfristig weichen, wäre Raum für eine weitere Marktplatzentwicklung. "Wir hätten Fläche für Parkplätze oder für die Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren", umreißt Spiller mögliche Nutzungen. Vom Tisch scheint allerdings die Idee eines zusätzlichen Gebäudes (Mint-Kabinett) für die Schulen zu sein.

Rathaus: Eine Renovierung des Rathauses ist mittelfristig notwendig. Zwar ist das Dach renoviert worden, aber mindestens die Fassade könnte laut Spiller saniert werden.

Ehemaliges Kino: Zentrale Lage, maroder Zustand, aber einige Interessenten - so ließe sich der Status zusammenfassen. Als künftige Nutzungsmöglichkeit steht ein weiteres Vereinshaus, oder ein Gemeinschaftsprojekt von Kirche und Oberschule im Raum. "Ich präferiere allerdings eine Entwicklung durch einen privaten Investor zu Wohnraum", sagt Spiller.

Garagenhof Alte Poststraße: Dieses Areal würde der Bürgermeister gerne komplett umnutzen. "Ich kann mir vorstellen, Terrassen zur Zwönitz anzulegen und ein paar Parkplätze zu schaffen", sagt Spiller, der auch das Areal Feuerwehr, Hort und Kindergarten als Teil des Sanierungsgebietes sieht.

Die Sitzung des Gemeinderates findet am Montag ab 19 Uhr in der Aula des Gemeinschaftszentrums "Alte Schule Kemtau", Zwönitztalstraße 12, statt.

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