Christlicher Liedermacher sorgt für volles Gotteshaus

Samuel Harfst ist am Freitagabend in der Auerbacher Kirche zu Gast gewesen. Vor allem die christliche Botschaft des einstigen Straßenmusikers begeistert das Publikum.

Auerbach.

Als Samuel Harfst sein Konzert mit dem Lied "Noch ein Liebeslied" begann, war die Auerbacher Kirche bis in die zweite Empore hinauf proppenvoll. Mehr als 200 Besucher waren gekommen, um den christlichen Liedermacher zu hören, der hier schon bei seinem ersten Gastspiel vor zwei Jahren für ein volles Haus gesorgt hatte.

Jonas, ein junger Mann aus Hormersdorf, der ihn schon damals erlebt hat, beschreibt die Faszination, die von der handgemachten Musik des 1986 in Hüttenberg geborenen Sängers ausgeht: "Ich bin sonst kein unmittelbarer Liedermacher-Fan, aber hier geht es um den Text. Das ist einfach richtig gute Musik mit einem Bezug zum Glauben."

Diesmal war Samuel Harfst (Gesang, Gitarre, Keyboard) gemeinsam mit Dirk Menger (Cello, Keyboard) und Dominik Schweiger (Cello) zu erleben. Mit dieser eher ungewöhnlichen Besetzung kokettiert Samuel Harfst denn auch, indem er den vermeintlichen Stegreifcharakter dieses Auftritts hervorhebt. Tatsächlich lässt er sich nach den Titeln "Sehenswürdigkeit" und "Stille" ganz aufs Publikum ein. Im Plauderton erzählt er, wie einmal ein weit gereister Fan ihm nach dem Konzert erzählte, dass ausgerechnet sein Wunschlied nicht gespielt worden war. Um das zu vermeiden, dürfen die Besucher nun Liedwünsche äußern. Nach anfänglichem Zögern gibt es schnell eine ganze Reihe von Wunschkost. Die Zuhörer zeigen sich dabei als Kenner des Repertoires, wünschen sich Lieder wie zum Beispiel "Nur nicht weg von dir".

Musikalisch sammelte Samuel Harfst seine ersten Erfahrungen im Wetzlarer Kükenchor unter Leitung einer christlichen Kinderliedermacherin. Später war er als Straßenmusiker in Deutschland und Europa unterwegs, hat erste Alben in Eigenregie veröffentlicht, war auch beim MTV-unplugged-Nachwuchswettbewerb erfolgreich und schaffte es 2010 bis ins Vorprogramm der Deutschlandtournee von Whitney Houston. Seinem christlichen Anliegen ist er dabei stets treu geblieben. Und vor allem dieses offene Glaubensbekenntnis schätzt das Publikum. "Das Wichtige für mich sind die tief gehenden Texte über die Gottesliebe", sagt Belinda Höher aus Kühnhaide bei Marienberg. Ebenso wie ihr Mann erlebt sie Samuel Harfst zwar zum ersten Mal, doch beiden sind seine Lieder bekannt. Michael Höher: "Man hört diese Titel sehr oft innerhalb der Lobpreismusik."

So wie Höhners waren viele Besucher aus der weiteren Umgebung angereist. Nicht nur aus dem gesamten Erzgebirge, auch aus Chemnitz und Zwickau waren sie nach Auerbach gekommen. Auffallend: Es war ein junges und begeistertes Publikum in diesem Konzert zu erleben. Ein Phänomen, welches wohl auch der Offenheit des christlichen Sängers zu verdanken ist, der bewusst die Nähe zum Publikum sucht. Nach dem Konzert erfüllte Samuel Harfst nicht nur Autogrammwünsche - im Kantorat konnten die Fans auch mit ihm ins Gespräch kommen.

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