Coronajahr 2020 wirkt bei Lugaus Haushaltplanung nach

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Im März soll der Stadtrat das Regelwerk für 2021 beschließen. Eines fällt auf: Die Gewerbesteuereinnahmen fallen im Entwurf vorsichtig aus.

Lugau.

Die Corona-Pandemie hat der Stadt Lugau im zurückliegenden Jahr rund 1,31 Millionen Euro an Einbußen beschert. Die Defizite in der Gewerbe-, Einkommens- und Umsatzsteuer konnten durch staatliche Hilfen zwar gedeckt werden, haben aber vorsichtig gemacht: Für 2021 wurde der Planansatz für die Gewerbesteuer deutlich nach unten gesenkt. Statt 2,155 Millionen Euro wie im Jahr 2020 stehen im Entwurf für den Haushaltsplan 2021 nur noch 1,453 Millionen Euro.

"Ein mutiger, aber machbarer Ansatz", nannte Kämmerin Claudia Löffler die Zahlen vor dem Stadtrat. Bürgermeister Thomas Weikert (Linke) bezeichnete sie als "vorsichtig optimistisch", betonte aber, dass man die Gewerbesteuerentwicklung unter ständiger Beobachtung haben werde.

Nichtsdestotrotz plant die Stadt Investitionen in Höhe von 3,102 Millionen Euro. Den Mammutanteil machen Baumaßnahmen aus, zu denen unter anderem die grundhafte Sanierung und Vergrößerung der Fahrzeughalle des Bauhofes, der Ausbau der Jägerstraße, Stadtsanierungsmaßnahmen, der Bau eines Kunstrasenplatzes, die Installation einer Photovoltaikanlage fürs Rathaus und der Ausbau der "Äppelallee" als Radweg sowie der Radwegweiterbau nach Oelsnitz gehören. Was den Kunstrasenplatz betrifft, so ist die Realisierung von der Fördermittelbereitstellung abhängig. Bürgermeister Weikert erklärte, dass der Antrag gestellt sei und man bis Mitte des Jahres auf einen positiven Bescheid hoffe. Einen größeren Posten macht auch die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs für 350.000 Euro aus.

Mit 321.000 Euro taucht der Umbau des Bahnhofsgebäudes im Plan auf. Der sei zwar abgeschlossen, sagte Löffler, aber zum 31. Dezember waren noch nicht alle Gewerke abgenommen und damit noch nicht alle Schlussrechnungen bezahlt. Die dafür geplanten Mittel wurden darum aus dem Haushaltsjahr 2020 nach 2021 übertragen.

Knapp 1,195 Millionen Euro sollen auch in die Instandhaltung beispielsweise von kommunalen Gebäuden fließen. An und in den Kita-Gebäuden sind laut Kämmerin Maßnahmen in Höhe von reichlich 259.000 Euro geplant, für die beiden Schulen stehen insgesamt 737.500 Euro im Planentwurf.

Zum Schuldenstand sagte die Kämmerin, dass er von 3,413 Millionen Euro zum Jahresbeginn auf 3,079 Millionen Euro am 31. Dezember 2021 gesenkt werden soll. Die Verschuldung pro Kopf beträgt dann 387,74 Euro. Dafür müssen im Laufe des Jahres 333.970 Euro getilgt werden.

30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Testen Sie die digitale Freie Presse unverbindlich.
Erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de
(inkl. FP+ und E-Paper). (endet automatisch)
 
30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de und E-Paper. (endet automatisch)
Jetzt 0€ statt 20,99 €
00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.