Das große Räumen im Bergbaumuseum kann beginnen

Bis 2020 wird das Haus seine äußere Ansicht und die innere Struktur verändern. Der Zeitdruck bei der Sanierung ist groß.

Oelsnitz.

Nun ist das Bergbaumuseum in Oelsnitz also vorerst dicht. Ehe mit den Bauarbeiten zur Sanierung des Gebäudes begonnen werden kann, bleibt noch einiges zu tun. Projektleiter Matthias Meyer nennt das vorbereitende Maßnahmen: Stromleitungen kappen und solche Arbeiten. Damit soll Anfang Februar begonnen werden. Bis dahin werden die Museumsangestellten damit beschäftigt sein, die Ausstellung abzubauen und einzulagern.

"Richtig los gehen die Bauarbeiten Ende Februar, Anfang März", sagt Meyer. In der Spitze werden bis zu 50 Bauarbeiter und Handwerker im Einsatz sein. "Die Zeit drängt, da ist Manpower gefragt", erklärt er. Denn bis zur Landesausstellung ab April 2020 muss der erste Bauabschnitt fertig sein. Dazu zählen auch die Dachsanierung sowie die Neuordnung der Regenwasserableitung. Letztere ist der Hauptgrund, warum die Kosten für das Gesamtprojekt um eine Million auf nun 18,25 Millionen Euro angestiegen ist. Meyer: "Diese Summe hätten wir nirgends einsparen können, ohne die Funktionalität zu beeinträchtigen."

Die Neuausrichtung der Entwässerung korrespondiert mit einem Vorhaben der Stadt Oelsnitz, die eine Straße zwischen dem Bergbaumuseum und der dahinter liegenden Halle 19 bauen möchte. "Mit der Straße möchten wir das Gelände erschließen und die Wirtschaft fördern", sagt der Beigeordnete Jens Barnickel. Dazu werde die Straße mit allen notwendigen Medien ausgestattet. Die Straße wird auch über einen Regenwassersammler verfügen, an den die Entwässerung vom Außenareal des Bergbaumuseums angeschlossen wird. Im Laufe des ersten Quartals soll ein Förderantrag gestellt werden. Baubeginn ist 2020.

Im zweiten Bauabschnitt, der nach der Landesausstellung bis 2023 realisiert werden soll, steht die Sanierung von Turm und Hängebank, dem Drehkreuz der Kohlehunte, auf dem Plan. "Das wird im Spannungsfeld zwischen Substanzerhalt und dem Einbau neuer Technik stattfinden", sagt Meyer. So stellen die undichten Fenster ein Problem dar. Sie sind denkmalgeschützt, aber auch Energiefresser. Daher werden sie nur zum Teil ausgetauscht. Hängebank und Turm werden Kaltbereiche des Museums bleiben. Zudem wird eine dritte Treppenanlage eingebaut, die als Notausgang für Hängebank und Außenerschließung der künftigen Sonderausstellungsfläche dienen soll. Der Clou: Sie nimmt den ursprünglichen Weg der Gleise aus der Hängebank auf und sorgt somit für eine Aufwertung dieses Bereichs.

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