Debatte um Kleinspenden

Zwönitz überträgt mehr Kompetenzen an Bürgermeister

Zwönitz.

Über die Annahme von Spenden entscheidet in Zwönitz bisher der Stadtrat in öffentlicher Sitzung. Diese Praxis soll sich ein Stück weit ändern. Kleinspenden bis zu von 50 Euro nimmt künftig der Bürgermeister an. Die Räte bleiben dagegen zuständig für Beträge von mehr als 50 Euro. Das hat der Stadtrat beschlossen - und dafür einer Änderung der Hauptsatzung zugestimmt. Mit dieser wurde auch ein neuer Stellvertreter bestimmt, sollten Bürgermeister und Beigeordneter einmal abwesend sein. Statt des Kämmerers übernimmt die Aufgabe künftig der Hauptamtsleiter.

Über die Änderung der Spendenregeln führten die Räte eine kurze Debatte. Heike Oelschlägel (Linke) erklärte, sie begrüße die neuen Regeln, weil sie ein schnelleres Verfahren ermöglichen. Zugleich forderte sie ab sofort einen halbjährlichen Bericht über die angenommenen Kleinspenden. So könne man dem Verdacht entgehen, dass "mit vielen kleinen Spenden etwas am Stadtrat vorbeigeschmuggelt wird." Marco Nobis (Mandat CDU) schloss sich der Forderung an, weil ihn interessiere, was die Leute spenden, sagte er. "Ich bin Leuten dankbar, wenn sie für öffentliche Einrichtungen spenden. Da will ich auch wissen, wer es ist." Bürgermeister Wolfgang Triebert (CDU) stimmte dem zu: "Damit kann ich gut leben." (juef)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...