Denkmalamt würdigt Rettung der Wandmalerei

Neukirchner Fabrik in Thalheim steht im Jahrbuch des Landesamtes

Thalheim.

Die 2016 in der Neukirchner Fabrik entdeckten Wandmalereien haben es ins Jahrbuch für 2018 des Landesamtes für Denk-malpflege Sachsen geschafft. In der jüngsten Veröffentlichung berichten Kunsthistoriker, Architekten, Landschaftsarchitekten und Restauratoren über insgesamt elf Kulturdenkmale verschiedener Denkmalgattungen der sächsischen Kulturlandschaft. Neben beispielsweise dem Flügelaltar der Jakobikirche in Chemnitz oder einem Tisch im Fasanenschlösschen in Moritzburg sind auch die drei Bildfelder aus Thalheim dabei, die Bruno Neukirchner in seinem "Privat-Contor" im Erdgeschoss seiner Fabrik anfertigen ließ. Sie spiegeln Neukirchners Wirkungsbereich wieder: die moderne Produktion in seinem Fabrikgebäude, seine Villen, der Welthandel und der dadurch geschaffene Wohlstand. Jedes ist etwa drei mal vier Meter groß.

Die Malereien wurden in den Jahren 2016 und 2017 in mehreren Einsätzen unter anderem durch den Restaurator Torsten Nimoth aufwändig freigelegt und schließlich geborgen. Heute sind sie im Bürgerbüro des Thalheimer Rathauses zu sehen - und das gegen den Widerstand der Stadtverwaltung, die dafür keine Notwendigkeit gesehen hatte. "Die Entdeckung der hier behandelten Ausmalung ist in der Erforschung der Industriegeschichte des Erzgebirges ein singulärer Vorgang und als solcher von besonderer Bedeutung. Sie belegt zudem die Verknüpfung von Produktionsstandort und Kunstlandschaft in Sachsen - auch andere könnten in ähnlicher Weise noch für derartige Überraschungen sorgen", heißt es in dem Jahrbuch. (mit czd)


www.denkmalpflege.sachsen.de

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