DGS reinigt künftig alle 59 Hauseingänge

Stollberger Gesellschaft für Wohnungsbau vergibt Großauftrag

Stollberg.

Was Uwe Hirsch, der Chef der Stollberger Gesellschaft für Wohnungsbau (GfW) vor einem halben Jahr angekündigt hat, wird nun umgesetzt. Ab dem neuen Jahr lässt er alle Hauseingänge seines Immobilienbestands von einer Firma reinigen. "Der Auftrag kostet uns einen sechsstelligen Betrag, der in der unteren Hälfte liegt. Das ist viel Geld für uns", so Hirsch. Konkrete Zahlen wollte er aus Wettbewerbsgründen nicht nennen. "Wir haben den Vertrag für ein Jahr geschlossen. Dann sehen wir weiter."

Hirsch hoffe auch auf Rückmeldungen der Mieter, ob die Arbeit gut umgesetzt werde. Dieser beinhaltet: kleine Hausordnung wöchentlich, große Hausordnung monatlich. "Wir geben bald eine Mieterzeitung heraus, die möglichst quartalsweise erscheinen soll. Dort werden wir über die Maßnahme auch noch mal ausführlich informieren", so der GfW-Geschäftsführer.

Hirsch nannte bereits im Frühjahr die Gründe für die Maßnahme. Zudem sei es auch eine Reaktion auf die älter werdende Kundschaft - und die Erfahrung, dass sich eben nicht alle Mieter immer um die Hausordnung so kümmern oder kümmern können, wie es eigentlich nötig sei.

Der Auftragnehmer ist die Dienstleistungsgesellschaft Stollberg (DGS), deren Geschäftsführer unter anderen ebenfalls Uwe Hirsch ist. Er sieht darin keinen Interessenskonflikt. "Wir haben ausgeschrieben, von sieben Firmen haben sich vier gemeldet. Mit diesen haben wir wiederum Gespräche geführt - alle lagen etwa gleichauf bei den Konditionen." Schließlich hätten sich alle kommunalen Gremien für die stadteigene Firma entschieden, die ja Immobilienverwaltung und Hausmeistertätigkeiten am freien Markt anbietet. "Das ist unsere eigene Gesellschaft, das sind unsere eigenen Leute", argumentiert Hirsch.

Auf die neuen Mieter werden mit dem Reinigungsauftrag angepasste Nebenkostenabrechnungen zukommen, so der Geschäftsführer. Genauere Angaben könne Hirsch derzeit aber noch nicht machen. Und die Mieten selbst? Vor einem halben Jahr schon betonte er gegenüber "Freie Presse": Für die etwa 2500 Mieter werde es in absehbarer Zeit keine Veränderungen der Kaltmiete geben.

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