Die Dorfkirche vereint viele Gönner

Die Marienkirche ist das Wahrzeichen Gersdorfs und hat viele Unterstützer. Die gründeten vor 18 Jahren einen Verein, in dem Christen und Nicht-Christen an einem Strang ziehen. Und nicht nur die laufende Orgelsanierung bringt die Gersdorfer zusammen.

Gersdorf.

Die Generalsanierung der Jehmlich-Orgel in der Gersdorfer Marienkirche ist in vollem Gange. Der Einbau der Orgelpfeifen läuft. Am 7. Oktober soll das runderneuerte Instrument eine klanggewaltige Premiere erleben.

Rund 100.000 Euro kostet die Sanierung, 10.000 Euro davon hat der Förderverein Marienkirche aus Beiträgen und Spenden beigesteuert. Nicht das erste Mal legen sich die Vereinsmitglieder für ihre Kirche ins Zeug. Die Sanierung des Gebäudes, das Geländer, die Beleuchtung des Friedhofsweges, die Umzäunung, die Außentreppe, das Geläut, ein Kronleuchter - die Liste der Projekte, an denen sich der Förderverein beteiligte, ist lang. "Der Verein ist für die Kirche ein großes Glück. Ohne ihn wäre vieles nicht machbar", sagt Pfarrerin Barbara Schmidt.

Die Idee zur Vereinsgründung haben sich die Gersdorfer von den Initiatoren der Dresdner Frauenkirche abgeguckt. "Die Idee kam im Zusammenhang mit der Turmsanierung von 1997 bis 2001 auf", erinnert sich Vereinschefin Renate Scheibner. Sie war nach der Gründung des Vereins am 18. September 2000 viele Jahre Günter Löfflers Stellvertreterin und hat das Amt quasi vom Altbürgermeister "geerbt", als der anlässlich seines 80. Geburtstages etwas kürzer treten wollte. Inzwischen zählt der Verein 58 Mitglieder, darunter Privatpersonen, aber auch Firmen. "Dem Verein gehören nicht nur Christen an", weiß Renate Scheibner. "Vielen Gersdorfern, die nicht gläubig sind, liegt ihre Kirche trotzdem als Kulturdenkmal am Herzen", sagt sie. Aber es gebe da eine gewisse Hemmschwelle. "Bei einem Verein muss man nun einmal Mitgliedsbeiträge bezahlen. Das schreckt manchen ab. Aber wir reden hier von fünf Euro im Monat, das ist doch erschwinglich", sagt Renate Scheibner. Sie hat Helfer an ihrer Seite. Auch Wolfgang Streubel, Löfflers Nachfolger auf dem Bürgermeistersessel und heute im Ruhestand, mischt im Vorstand als Stellvertreter mit. "Er hat damals die Landesmittel für die Gesamtsanierung rangeschafft", weiß Pfarrerin Barbara Schmidt.

Allerdings ist der Verein nicht nur dazu da, um Mitgliedsbeiträge und Spenden einzusammeln und durchzureichen. "Wir veranstalten auch Sommerfeste und organisieren originelle Kirchenführungen", sagt Renate Scheibner. Ein Fest steht schon wieder an. Das gibt es seit der spektakulären Turmsanierung, bei der die Turmhaube des Kirchturms im Stück abgehoben wurde. Hinterher wurde das Turmfest aus der Taufe gehoben. Davon steht am 8. September schon die 18. Auflage an.

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