Die erste Probe im neuen Haus gelingt

Nach der großen Nachfrage fand im umgebauten Pestalozzi-Haus in Meinersdorf erneut ein Tag der offenen Tür statt. Die alte Schule wird immer mehr in Beschlag genommen, Leben kehrt ein.

Meinersdorf.

Mit Pauken und Trompeten sind am Samstag die Besucher des neu entstandenen Vereinshauses von Meinersdorf, dem Pestalozzi-Haus, begrüßt worden. Für die Zuhörer war es ein kleines, stimmungsvolles Konzert, für die Meinersdorfer Musikanten die erste Probe in dem Gemeinschaftshaus. "Wir haben heute von der böhmischen Polka bis zu Michael Jackson ganz verschiedene Varianten ausprobiert, von ganz leisen Tönen bis zu den lauten", sagte Thomas Haubold. Der musikalische Leiter war zufrieden. "Neben dem Probenraum ist genügend Platz für unsere Musikinstrumente und das Notenarchiv. Das sind optimale Voraussetzungen für eine gute Probenarbeit."

Lobend erwähnt wurde zudem von den Vereinen die sehr gute Parkplatzsituation. "Ob Lichtverhältnisse, Technik, Raumgröße, für uns hat sich eigentlich alles verbessert", sagt Ines Prüfer vom Verein burk-art. Für die ehemalige Hausmeisterwohnung im Dachgeschoss gibt es wohl auch deshalb schon jetzt, kurz nach Eröffnung der ersten Ausstellung, Bewerber für weitere künstlerische Präsentationen.

Zum zweiten Mal waren die Türen der sanierten und modernisierten ehemaligen Schule für Gäste geöffnet. So konnten die Räume besichtigt und Kontakt zu den, schon mehr oder weniger komplett eingezogenen Vereinen aufgenommen werde. Das Interesse war auch diesmal wieder groß. In den einstigen Klassenzimmern, aber auch auf den Gängen und Treppen fanden sich schnell Gruppen von Schülern und Lehrern verschiedener Generationen. Gemeinsam erinnerten sich die Frauen und Männer an mehr oder weniger lange zurückliegende Begebenheiten aus dem Schulalltag. Bis zur 8. Klasse hat zum Beispiel Bettina Schubert in der Schule gelernt. Wie viele Ehemalige weiß sie noch genau, wo sich welche Fachkabinette befanden. "Ich bin sehr angetan von dem, was hier entstanden ist, und finde die Nutzung als Gemeindezentrum einfach optimal." Und Ina Rehropp, die am Samstag vor allem Tochter Ulrika ihre ehemalige Schule zeigen wollte, sagte: "Es hat sich zwar manches verändert, aber ich kann mich auch an vieles genau erinnern."

Direkt neben dem Musikverein war Platz für eine kleine Pause. Im zukünftigen "Café Hoffnung" versorgte der örtliche Kaninchenzuchtverein die Besucher mit Speisen und Getränken. "Wir wissen erst seit einer Woche, dass wir den Raum als Café nutzen dürfen. Für eine ordentliche Vorbereitung hat uns deshalb die Zeit gefehlt", sagte Martina Nestler, die mit ihrem Mann Gunter die Projektgruppe der Kirchgemeinden Meinersdorf, Burkhardtsdorf, Eibenberg und Kemtau leitet. Das Café soll ein gemütlicher Raum der Begegnung werden, wo sich Jung und Alt ungezwungen treffen kann. Aber auch Veranstaltungen wie Lesungen, Spieleabende oder Diavorträge sind für die 20 ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer vorstellbar. "Seit vier Jahren ist der Gedanke da, jetzt können wir unseren Plan endlich verwirklichen", so Nestler.

Auch im ehemaligen Zimmer des Schuldirektors herrschte Andrang. Ortschronist Kay Löper hatte sein Fotoarchiv geöffnet. Die Bilder sorgten zwischen ganz viel "Weißt du noch" auch für angeregte Diskussionen. Besonders die Frage nach dem Sinn verschiedener abgerissener Häuser im Ort erregte die Gemüter der Gäste an diesem Nachmittag.

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