Die jungen Leute richten sich in ihrem neuen Club langsam ein

Das neue Pestalozzi-Haus ist Meinersdorfs ganzer Stolz. In einer losen Serie stellt "Freie Presse" die künftigen Nutzer vor. Heute: der Regenbogentreff.

Meinersdorf.

Der Einzug in das Pestalozzihaus ist für den Kinder- und Jugendtreff Regenbogen fast geschafft. Die beiden Räume sind eingerichtet und werden nun nach und nach von den Jugendlichen zu "ihrem Club" gestaltet. Die neue, zum Teil mit Fördermitteln finanzierte, Ausstattung wirkt einladend: mit Billardtisch, gemütlichen Sitzmöbeln, einem modernen Tischkicker, dem großen, vielseitig nutzbaren Tisch sowie stabilen Regalen mit Spielen und allerhand Material und Zubehör für kreative Tätigkeiten.

Der Leiter der Einrichtung Steffen Falk gibt aber auch zu: Der Auszug nach 27 Jahren im Vereinshaus an der Bahnhofstraße ist nicht leicht gefallen. Vor allem die Lage, mit Bushaltestelle vor der Tür, dem Bahnhof in der Nähe sei ein großer Vorteil gewesen. Veränderungen sind nun mal nicht immer einfach. Doch Steffen Falk ist optimistisch "Wir hatten oft richtig volles Haus. Aber das schaffen wir hier auch wieder."

Obwohl es durchaus kuschelige Rückzugsorte gibt, ist den Mitarbeitern der Einrichtung das Miteinander wichtig. "Die Kinder und Jugendlichen sollen nicht nur bedient werden. Sie müssen lernen, gemeinsam klar zu kommen und Meinungsverschiedenheiten zu lösen", betont Steffen Falk. "Dafür geeignet sind Projekte oder Gesellschaftsspiele. Denn im Spiel wird dann oft schnell vergessen, worum es im Streit ging." Mit eingezogen in das neue Domizil ist daher das Bonussystem für klassische Spiele wie zum Beispiel Uno. Für zehn Siege gibt es eine kleine Aufmerksamkeit. Die Botschaft die dahinter steckt lautet: sich anstrengen und gewinnen lohnt sich.

Nach knapp fünf Jahren ist für Annalena Wegert der nur als "Club" bekannte Kinder- und Jugendtreff Regenbogen inzwischen wie ein zweites Zuhause. Durch ihren Bruder und die Erzählungen einer Freundin bekam sie Lust, vorbei zu schauen. Der Meinersdorferin hat vor allem gefallen, dass jederzeit Ansprechpartner da sind und sie ihre vielseitigen kreativen Ideen verwirklichen kann. "Ich bin ganz freundlich aufgenommen worden, habe mich sofort wohl gefühlt und bin deshalb dabei geblieben" erzählt die 17-jährige Auszubildende zur Einzelhandelskauffrau. Deshalb treffen sich zum Beispiel auch sechs Freunde, die im alten Club quasi aufgewachsen sind, gerne regelmäßig zum Karten spielen oder einfach nur zum Reden im Pestalozzihaus. Die Räume dort stehen den Jugendlichen montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr offen.

"Für uns ist es interessant, die Entwicklung der Kinder von der Schule über die Prüfungen, dem Abschluss, Berufsausbildung, Führerschein bis hin zum Start ins Berufsleben mitzuerleben", meint Romy Neubert. Die Gornsdorferin und drei weitere Beschäftigte sind aktuell dabei, gemeinsam mit den Jugendlichen die Räume noch gemütlicher zu gestalten. Ein Beispiel dafür ist die zum Namen des Clubs passende Regenbogen-Leuchtwand. Dafür werden etwa 40 CDs angebracht. Die Tonträger sind mit den Namen von Kinder und Jugendlichen beschriftet, die den Club regelmäßig besuchen. Die Scheiben spiegeln sich im Licht wie in Regenbogenfarben. Für Februar ist eine weitere, kreative Wandverschönerung geplant. Im Frühjahr soll zudem mit Unterstützung der Mitarbeiterin Anita Schmalfuß auf dem Außengelände ein Hochbeet angelegt werden. Auch eine Zusammenarbeit mit der im Haus befindlichen Bibliothek wird angestrebt.

Alle Beiträge der Serie über das Pestalozzi-Haus von Meinersdorf lesen Sie unter im Internet unter: www.freiepresse.de/pestalozzi


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