Dorf baut Kita massiv aus

Die Einrichtung in Niederdorf ist überfüllt und darf nur mit einer Ausnahmegenehmigung vom Jugendamt betrieben werden. Doch schafft die Kommune die dringend notwendige Vergrößerung noch bis 2019?

Niederdorf.

Die Gemeinde Niederdorf will grob geschätzt 1,5 Millionen Euro in einen weiteren Neubau der örtlichen Kindertagesstätte investieren. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. "Wir rechnen mit etwa vier Fünftel an Fördergeldern", sagt Bürgermeister Stephan Weinrich. "Ich hoffe, wir können das Projekt noch im kommenden Jahr fertigstellen. Aber ob dieser Plan zu halten sein wird, ist derzeit noch fraglich", so Weinrich weiter. Sicher sei aber dieser Termin: spätestens 2020. Jetzt beginne die Gemeinde mit der Ausschreibung.

Die Zeit drängt. Denn bereits ab Januar 2019 sind die regulär zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten der Kindergrippe erschöpft, so Weinrich weiter. "Kurzfristig müssen fünf Kinder außerhalb der bestehenden Gruppenräume untergebracht werden. Hierfür liegt eine Ausnahmegenehmigung des Jugendamtes Chemnitz und des Landratsamtes Erzgebirgskreis vor. Aber: Die Gültigkeit der Genehmigung wird allein durch das Vorhaben, die Kita zu erweitern, bedingt", so ist es in der Begründung der entsprechenden Beschlussvorlage für den Gemeinderat zu lesen.

Derzeit gibt es in der Kita 15 Krippen- und 25 Kindergartenplätze. Der geplante Neubau soll mit einem Glasgang mit dem jetzigen Altbau verbunden werden. Dann erhöht sich die Kapazität auf 24 in der Krippe und 41 in der Kita - eine Kapazitätserweiterung um 60 Prozent.

Platz, den die Kita auch in Zukunft dringend anbieten muss. Denn Niederdorf rechnet mittelfristig mit einer weiteren Zunahme von Kindern im Ort - insbesondere wegen der Erweiterung der Ruhmühle zum Wohnkomplex, der Ertüchtigung von Wohnungen in der Hummelburg und aufgrund der geplanten Wohnungsbestandserweiterungen in der Dorfstraße 13.

Bereits in den vergangenen Jahren hat Niederdorf verstärkt Kinder hinzugewonnen. So lag die Anzahl seit 2015 immer im zweistelligen Bereich, vergangenes Jahr sogar bei 18 Kindern. Das war Rekord seit der Wende.

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