Ein Format, das Musiker wie Zuhörer aufbaut

Oelsnitzer Blasmusikanten proben vor Pflegeheimen - Sonntag Konzert im Park

Oelsnitz.

Die öffentliche Probe hat sich bei den Oelsnitzer Blasmusikanten als effektives Veranstaltungsformat etabliert. "Die letzte normale Probe hatten wir am 11. März, aber seit Ende Mai spielen wir jede Woche zur Probenzeit vor einem Pflegeheim", erklärt Orchesterchef Tilo Nüßler. In den Probenräumen könnten die Abstandsregeln nicht eingehalten werden.

"Bei diesen Auftritten nehmen regelmäßig mehr Bläser teil als bei einer normalen Probe. Einziger Nachteil ist, dass wir keine neuen Titel einstudieren können", sagt Tenorhornistin Hanka Goldschmidt. In den Genuss der kleinen Konzerte kommen nicht nur Oelsnitzer Pflegeheime. Von Hohndorf und Heinrichsort bis Stollberg und Jahnsdorf sind die Bläser unterwegs. In dieser Woche haben sie am Seniorenzentrum "Alte Zwirnerei" in Gersdorf gespielt. "Diese Proben sind etwas Besonderes, es kommen viele Rückmeldungen. Uns haben Mitarbeiter der Pflegeheime erzählt, dass die Bewohner nach so einem Auftritt noch tagelang unsere Lieder singen", erzählt Gabriele König (Tenorhorn).

Für Tilo Nüßler ist der größte Vorteil, dass er sein Ensemble dank der regelmäßigen Proben gut durch eine schwierige Zeit bringt: "Es zermürbt die Spieler, wenn sie immer nur proben und gar nicht wissen wofür." Und so hat Nüßler sich auch einen Ersatz für das dreitägige Heimatfest der Blasmusik einfallen lassen, das für dieses Wochenende geplant war. "Wir geben nun stattdessen ein Sommerkonzert." Das findet am Sonntag von 14.30 bis 17 Uhr im Bürgerpark Oelsnitz statt. Eintritt ist frei. Wegen der begrenzten Platzzahl wird empfohlen, sich Decken oder Klappstühle mitzubringen.

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