Einblicke in die Welt des Schachsports

In der Neukirchener Sparkasse sind Exponate aus der Welt des Schachs zu sehen. Die Initiatoren wollen nun aufzeigen, warum dazu auch Briefmarken gehören.

Neukirchen.

Die Abteilung Schach der Sportgemeinschaft Neukirchen präsentiert eine Sonderausstellung zu verschiedenen Themen rund um den Schachsport in der Sparkassen-Filiale in Neukirchen. Alle ein bis zwei Monate wechseln dabei der Blick auf den Denksport und parallel dazu die Ausstellungsgegenstände.

Jetzt hat die inzwischen achte Etappe der Sonderausstellung, in der es um Briefmarken und Ersttagsbriefe zum Thema Schach geht, begonnen. "Die Objekte, die wir zeigen, haben zwei Vereinsmitglieder, Lutz Gerstenberg und ich, seit Mitte der 1950er-Jahre gesammelt", erklärt der Leiter der Abteilung Schach, Ulrich Popp. Die älteste ausgestellte Briefmarke stammt aus dem Jahr 1950. Darauf sind ungarische Schachspieler abgebildet. Hinzu kommen unter anderem Briefmarken aus der Sowjetunion und eine Marke, auf der Emanuel Lasker abgebildet ist. Er gewann 1894 die Schachweltmeisterschaft und durfte den Titel für 27 Jahre, bis 1921, behalten. Bis heute ist er der einzige Deutsche, dem jemals der Gewinn dieses Titels gelang. Eine weitere Besonderheit ist eine Marke, auf der hörgeschädigte Schachspieler zu sehen sind. "Diese Marke zeigt, dass Schach ein Sport für alle ist. Jeder kann Schach spielen, wenn er die Regeln versteht", erklärt Lutz Gerstenberg.

Die Neukirchener Schachspieler feiern in diesem Jahr das 100-jährige Bestehen ihres Vereins. Als sie sich im vergangenen Jahr auf das Jubiläum vorbereiteten, suchten sie eine Möglichkeit, das Ganze auch publik zu machen. Mit Unterstützung der Sparkasse haben sie deshalb die Sonderausstellung auf die Beine gestellt. "Wir wollten den Verein nicht nur finanziell, sondern auch einmal anderweitig unterstützen. Deshalb haben wir eine Vitrine im Eingangsbereich der Filiale für die Ausstellung zur Verfügung gestellt", sagt Filialleiter Rüdiger Schmidt. Die Ausstellung wurde am 10. Mai 2019 mit Turnierfiguren eröffnet. Es folgten die Themen Reiseschach, wertvolle Porzellanschachspiele, handgeschnitzte Figuren aus dem Erzgebirge, eine Weihnachtsausstellung und Magnetschachspiele sowie Schachcomputer und Lernmaterial. Weiter ging es mit Schachliteratur- und Software, bevor ab März wegen der Coronakrise bis Mitte Juni kein Ausstellungswechsel möglich war. Bis Ende Oktober plant der Schachverein noch zwei weitere Abschnitte der Sonderschau.

Vom 29. Oktober bis zum 1. November soll dann die Festveranstaltung zum 100-jährigen Jubiläum in der Aula der Oberschule Neukirchen nachgeholt werden. Im Zuge dessen möchte der Schachverein mit aktuell 30 aktiven Mitgliedern in der Schule eine weitere Sonderausstellung organisieren, bei der nochmals die Höhepunkte aller Etappen der Sonderausstellungen in der Sparkasse präsentiert werden sollen. Ab Herbst will die Bankfiliale laut Schmidt die Vitrine dann für Präsentationen anderer Vereine zur Verfügung zu stellen.

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.