Eisige Spur bietet viel Kurzweil

Ferienkinder sind am Mittwoch im Bergbaumuseum Oelsnitz zu Gast gewesen. Nach einer Filmvorführung ging es zum Mut-Test.

Oelsnitz.

Gespannt warten die Kinder, was es mit der angekündigten Mutprobe auf sich hat. Einige Mädchen und auch ein paar Jungs pressen ihre mitgebrachten Kuscheltiere vorsichtshalber etwas enger an sich. Wofür braucht man eigentlich Mut? Darüber haben die Kinder schon mal unterschiedliche Ansichten. Spinnen, Ratten und Mäuse anfassen, Katzenklo sauber machen, in einen dunklen Keller oder einen verlassenen Schuppen gehen, Gewitter aushalten, kommt spontan als Antwort. Und dann wird es ernst.

Erst einmal sieht alles noch harmlos aus, als Anja Müller, Regionalleiterin beim Sächsischen Kinder- und Jugendfilmdienst sechs unterschiedlich große Kartons aufstellt. Doch was ist drin? Anja Müller macht es spannend. "Nur durch einen Schlitz in der Box dürfen Mutige hineingreifen, fühlen und beschreiben, was sie in den Händen halten", erklärt sie.

Knapp 40 Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis zehn Jahren waren am Mittwoch zum Herbst-Ferienprogramm ins Bergbaumuseum gekommen. Der Vormittag stand unter dem Motto "Gruseln". Bevor die Kinder ihren eigenen Mut beweisen konnten, schauten sie sich gemeinsam "Geisterjäger - Auf eisiger Spur", einen aktionsreichen, unterhaltsamen, deutschen Kinofilm aus dem Jahr 2015, an. Der elfjährige Tom findet darin das grüne, schleimige Gespenst Hugo. Es sitzt im Keller und macht ihm Angst. Doch als er es näher kennenlernt merkt er, es ist weder böse noch furchterregend, sondern eher putzig. Doch Hugo hat ein Problem. Der schleimige Geselle wurde aus seiner Geistervilla verjagt. Zusammen mit der furchtlosen, professionellen Geisterjägerin Hedwig Kümmelsaft versucht das unschlagbare Team Hugo die Rückkehr zu ermöglichen. Ehe sie das Eismonster besiegen, haben die drei eine Menge Abenteuer zu bestehen.

Den Kindern hat das Projekt "Freiheit für Hugo" gut gefallen. Sie fanden klasse, dass das Eismonster durch Liebe und Freundschaft besiegt wird. Besonders die Figur des Hugo war für die Kinder toll. Er sei witzig, sehr schlau, eine richtige Quasselstrippe.

Auch Fiona war von dem Film begeistert. "Gegruselt habe ich mich aber nicht sehr", verrät das Mädchen. Und die Sechsjährige traute sich auch, in eine Mutbox zu greifen. "Es waren runde, harte, eckig gezackte Dinge drin", erzählt die Schülerin aus Lugau. Mit ihrer Vermutung, es könnten Kronkorken sein, hatte sie sogar recht. In den anderen Kartons waren dann noch verfitzte Kassettenbänder, Styroporkugeln, Korken für Weinflaschen, Bommeln aus Wolle und eine große Plastespinne versteckt.

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