Entsteht in Niederdorf ein neuer Markt?

Noch ist es nur ein Antrag - aber laut diesem plant der Grundstückseigentümer, nicht nur die beiden Gebäude des früheren Aldi-Areals abzureißen, sondern auch, dort einen größeren Lebensmittelmarkt zu errichten. Das war so nicht zu erwarten.

Niederdorf.

Dort, wo bis Juni 2017 ein Aldi-Markt sein Domizil hatte, soll offenbar ein neuer, größerer Lebensmittelmarkt entstehen. Laut einem Antrag des Grundstückseigentümers - die in Kirchberg ansässige RTLL-Gruppe - sollen die beiden vorhandenen Gebäude an der Neuen Schichtstraße in Niederdorf abgerissen und durch neue ersetzt werden. Die Gesamtverkaufsfläche werde sich dabei um 480 auf rund 2130 Quadratmeter erhöhen. Speziell der künftige Lebensmittelmarkt wäre mit 1200 Quadratmetern 500 Quadratmeter größer als der Aldi-Markt es war.

Damit will der Eigentümer der beiden Grundstücke offenbar etwas realisieren, was er selbst vor einiger Zeit noch als nicht realisierbar bezeichnet hatte: einen größeren Markt zu bauen, ohne eine größere Grundstücksfläche zur Verfügung zu haben. Noch vor etwa einem Jahr hatte RTLL-Projektentwickler Michael Hampel davon gesprochen, dass der Standort sehr gut sei, ein größerer Markt aber nur gebaut werden könne, wenn man das Nachbargrundstück noch dazu kaufen könnte - was aber nicht möglich war. Und ohne eine Vergrößerung der Verkaufsfläche ließe sich aber keine Kette von dem Standort überzeugen. Der knapp 700 Quadratmeter große bisherige Aldi-Markt sei für heutige Verhältnisse zu klein und nicht mehr zeitgemäß.

Weil das Verfahren die gemeindliche Stellungnahme der benachbarten Orte erfordert, ist das in Niederdorf beabsichtigte Bauvorhaben jetzt zunächst auf dem Tisch des Niederwürschnitzer Rates gelandet. Niederdorfs Bürgermeister Stephan Weinrich (CDU) bestätigt aber, dass das Neubauvorhaben auf dem bisherigen Areal geplant ist. Und er erklärt auch, warum das Projekt in Niederdorf selbst noch nicht öffentlich diskutiert wurde. "Erst wenn das Landratsamt den Vorbescheid genehmigt hat und Baurecht besteht, ist das ein öffentliches Thema", sagte er. Dann nämlich, wenn es um den eigentlichen Bauantrag geht. Zunächst müsse aber die Auflage des Landratsamtes, zu der unter anderem das Einholen des gemeindlichen Einvernehmens der benachbarten Orte gehört, erfüllt sein. Aber Weinrich ließ schon wissen, dass er "hochzufrieden mit dem Projekt" sei und es unterstütze, wo er könne.

Projektentwickler Michael Hampel indes möchte, weil es sich noch um ein laufendes Verfahren handelt, derzeit nichts zu den Plänen sagen. Auch nicht, wie es dazu gekommen ist, den größeren Markt auch ohne Flächenzukauf realisieren zu wollen beziehungsweise zu können.

Am Sortiment soll sich laut Antrag nichts ändern: Auch in den beiden Neubauten sollen ein Lebensmittel- und ein Sonderpostenmarkt sowie Bäcker und Fleischer ihre Waren feilbieten. Bäcker und Fleischer sind auch nach dem Aldi-Umzug nach Stollberg im vorderen Gebäude geblieben. Der bis dahin im hinteren Gebäude ansässige Sonderpostenmarkt zog im Sommer 2018 übergangsweise nach vorn.

Wird das Vorhaben der RTLL-Gruppe genehmigt, kann die Verkaufsfläche mit breiteren Gängen, niedrigeren Regalen und einer insgesamt kundenfreundlicheren Warenpräsentation sowie nach einem zeitgemäßen Konzept ausgestattet werden, heißt es in deren Antrag.

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