Erlebnisbox und Kulinarisches sollen Tourismus ankurbeln

Die Oelsnitzer Gästeführer machen jetzt gemeinsame Sache mit einheimischen Gewerbetreibenden. Beim Bauernmarkt haben sie drei Neuheiten präsentiert.

Oelsnitz.

Auf dem Bauernmarktstand der Knappschaft des Lugau-Oelsnitzer Steinkohlereviers hat Dieter Grüner die Besucher mit großen Worten neugierig gemacht: "Wir haben hier gleich drei Weltneuheiten", behauptete der Gästeführer mit keckem Schmunzeln. Gemeint sind kulinarische Kreationen, die im direkten Zusammenhang mit Oelsnitz stehen.

Das Anliegen: Die lokalen Attraktionen sollen noch bekannter werden. "Es gibt im Stadtgebiet sehr viele spannende Dinge zu entdecken", sagt Dieter Grünert. "Einen Überblick bekommt man in der neuen, von Susann Popp kreierten Glück-Auf-Erlebnisbox" erklärt er und verweist damit auf elf Karten in einer kleinen Metallbox, die mit markanten Punkten im Stadtgebiet vertraut machen.

Teils sind es besondere Orte, wie der Stadtkern, der Bürger- und Familienpark und die Halde. Vor allem aber werden viele, kaum beachtete Besonderheiten thematisch vereint. Die Karten machen mit den verschiedenen Kirchen, mit Kunst- und Kulturstätten, Spielplätzen, Teichen und Gewässern vertraut. In einem "Genussringel" gibt's zudem einen Überblick über Einkehrmöglichkeiten vom Imbiss bis zur Spezialitätengaststätte.

Wenn es nach Gästeführer Dieter Grünert geht, soll speziell die Präsenz des Bürger- und Familienparks erhöht werden, indem er sprichwörtlich durch den Magen geht. So hat er Katja Walther zu zwei neuen Kreationen animiert: Die 43-jährige Konditorin stellte zum Bauernmarkt ein Fingerfood unter der Namen "Gemüsebeet" vor. Das stellt mit dreierlei Zwiebelsorten, Camembert und Schinken eine frische Alternative zu Speckfettbemme oder Fisch-Brötchen dar.

Ebenfalls neu ist ein dreieckiges Sauerteigbrot namens "Gradierwerk", welches an die Silhouette des Bauwerkes im Bürger- und Familienpark erinnern soll. "Ich bin immer offen, wenn Sachen für einen besonderen Anlass gesucht werden. Das ist ja das Schöne an meinem Beruf, dass man kreativ sein kann", erklärt die Konditorin. Die Verbindung von Emotion und Geschmacksnerven scheint da besonders gut zu funktionieren, denn ein ähnliches Angebot hatte die Epperlein-Bäckerei mit ihrer Landesgartenschau-Torte bereits im vorigen Jahr im Sortiment.

Katrin Wolff, die als Museumsführerin im Bergbaumuseum aktiv ist, freut sich, wenn mit solchen Kreationen der Tourismus in Oelsnitz gefördert wird: "Das sind tolle Ideen. Das Gradierwerk-Brot stellt ja nicht nur die Form des Originals nach, sondern durch das Salz kann man quasi auch die Sohle schmecken."

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