Erzgebirgische Jugendkulturtage: 50 Exponate eingereicht

Im Museum für bergmännische Volkskunst ist am Samstag die Ausstellung mit den Arbeiten eröffnet worden. Zugleich wurden die Preise vergeben.

Schneeberg/Annaberg.

Bei den 26. Erzgebirgischen Jugendkulturtagen sind rund 50Exponate - etwa 30Schnitzereien und 20 Klöppelarbeiten - eingereicht worden. Ein kleiner Rückgang, wie Jurymitglied Jens Lasch am Rande der Ausstellungseröffnung im Museum für bergmännische Volkskunst in Schneeberg am Samstag erklärte. Für Gabriele Lorenz, Vorsitzende des Erzgebirgsvereins, dem Veranstalter der Jugendkulturtage, ist das aber kein Problem. "Das kann im kommenden Jahr schon wieder ganz anders aussehen", sagte sie.

Zu den Preisträgern gehörte Josua Krauß aus Schneeberg, der seinen Papa aus dem Holz geschält hatte. Für diese Arbeit durfte Josua bei den Acht- bis Elfjährigen aufs oberste Treppchen steigen. "Das war ein Geburtstagsgeschenk für meinen Papa", sagt der Zehnjährige. Nur seine Mama sei eingeweiht gewesen.


Ein Geschenk reichte auch Emilian Rinaldo Viertel aus Schwarzenberg ein: "Ich habe den Heiligen Florian für meinen Onkel geschnitzt und diesen für den Wettbewerb noch einmal ausgeliehen." Der Schutzpatron der Feuerwehr kam auf den 2. Platz bei den Zwölf- bis 14-Jährigen. Seit fünf Jahren schnitzt Rinaldo. Für den Florian zog er sich Bilder aus dem Internet und zeichnete daraus einen Entwurf. "Die größte Herausforderung waren die Details. Das Gesicht war schwierig und auch das Wasser", so der Junge. Denn sein Florian hält eine Wasserkanne in den Händen, aus der das kühle Nass schwappt.

Maria Müller aus Thum nahm stellvertretend den Preis für eine geklöppelte Gemeinschaftsarbeit entgegen. "Mir macht das besonders viel Spaß. Weil man sich mit den anderen abstimmt und gemeinsam sieht, was entsteht", sagte das Mädchen. "Auch den Entwurf haben wir zusammen gemacht." Gleich 16Bäume reichten Jody Kröner, Gerda Jahreiß, Lucius Zosel und Willy Lämmel ein. Die Jahnsbacher Schnitzer interpretierten unter der Anleitung von Wilfried Tomaszewski die vier Jahreszeiten. Dafür gab es einen Sonderpreis.

Am Sonntag fand im Rahmen der Jugendkulturtage in Annaberg-Buchholz der Wettstreit in den Kategorien Gesang, Instrumentalmusik und Mundart statt. Gruppen und Einzelinterpreten zeigten, dass sie für die Heimat und das Brauchtum durchaus zu begeistern sind.

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