Ex-OB drückt Sportlern in London die Daumen

Peter Seiferts Reise ist ein Geschenk der Stadt anden Chemnitzer Ehrenbürger

Chemnitz.

Peter Seifert ist zur Leichtathletik-Weltmeisterschaft nach London geflogen. Am Abend hat der Präsident des Leichtathletik-Clubs Chemnitz (LAC) die ersten Wettkämpfe im Olympiastadion der britischen Hauptstadt verfolgt.

Die Reise hat der ehemalige Oberbürgermeister von Chemnitz zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde von der Stadt geschenkt bekommen. "Ich war sehr überrascht. Ein Geschenk zu erhalten - damit hatte ich nicht gerechnet." Dass es dann so ein zielgerichtetes gewesen sei, freue ihn besonders. Als ehemaliger Sprinter, der die 100 Meter unter elf Sekunden rannte, fiebert er dem heutigen 100-Meter-Finale der Männer mit dem letzten Auftritt von Usain Bolt auf dieser Strecke entgegen. Auch den Wettkampf von LAC-Dreispringerin Kristin Gierisch mit dem Vorkampf heute und dem Finale am Montag wird der Präsident verfolgen. Doch ob der Präsident eine Medaille mit nach Chemnitz bringt - wie von OB Ludwig zur Vergabe der Ehrenbürgerschaft gewünscht - ist ungewiss. Auch für Dreispringer Max Hess werde es schwer. "Es sind Weltmeisterschaften", verweist der LAC-Präsident auf das zu erwartende hohe Niveau. Ein Platz im Finale sei für beide ein großer Erfolg. Das Finale im Dreisprung der Männer wird Peter Seifert aber nicht mehr live in London verfolgen können. "Ein Termin in Berlin", erklärt er.


Mit Interesse werde er das Diskuswerfen der Männer heute Abend verfolgen. "1996 stellte der LAC beide Olympiasieger in dieser Disziplin - Lars Riedel und Ilka Wyludda", schwärmt der 76-Jährige schon fast ein bisschen von erfolgreichen Tagen.

Aber zunächst steht London auf dem Programm. Das Großereignis bringt für Peter Seifert auch ein bisschen Wehmut. Beinahe wäre es ihm gelungen, als OB die Leichtathletik-EM 2001 nach Chemnitz zu holen. Der Plan scheiterte, weil der damalige Ministerpräsident des Freistaates Sachsen keine Zusage für eine finanzielle Beteiligung an der Sanierung des Sportforums machen wollte, sagt Seifert: "Das nehme ich Kurt Biedenkopf heute noch übel."

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