Fans sollen Popmusik jenseits des Einheitsbreis finanzieren

Von Jazz über Funk bis hin zu Soul geben die jungen Musiker der Band "Home" Popmusik einen ganz neuen Charakter. Aber nun brauchen sie Unterstützung.

Auerbach.

"Wann bringt ihr denn endlich mal eine CD raus?" - diese Frage haben die Bandmitglieder von "Home" in den letzten Wochen und Monaten schon öfter gestellt bekommen. Aber die Produktion einer EP ist teuer und obwohl die jungen Musiker im Alter von 18 bis 23 Jahren mit ganzem Herzen dabei sind, ist die Musik nicht ihr Hauptberuf: "Wir werden viel danach gefragt und hatten auch immer super viel Lust drauf, aber nicht das Geld", erzählt der in Auerbach aufgewachsene Samuel Joseph. Er und auch der Rest der Band sind mittlerweile Studenten im Raum Dresden und haben sich nach und nach kennengelernt.

Mit Florian Anger hat er allerdings bereits als Kind Schlagzeug gespielt und gemeinsam sind sie bei Musikwettbewerben erfolgreich angetreten. 2015 wurden die beiden von der Sängerin Maria Galonska bereichert und Anfang 2016 kamen dann noch ein Gitarrist und ein Bassist hinzu, und die Band ähnelte langsam ihrer heutigen Form. Im Laufe der Jahre sind immer mehr talentierte und leidenschaftliche Musiker hinzugekommen, sodass die Band mittlerweile aus neun Personen besteht: "Wir treten aber maximal zu sechst auf, und weil Maria die Band aufgrund ihres Studiums verlassen musste, singt nun Selma Juhran", erklärt Florian Anger.

Mit der neuen Sängerin kam frischer Wind in die Proben, und auch der Wunsch, eine eigene Platte aufzunehmen wurde größer, erzählt Samuel Joseph: "Im letzten dreiviertel Jahr sind viele neue Songs entstanden und es wäre ein wichtiger Schritt für die Bandentwicklung". Das Problem mit dem fehlenden Geld für die Produktionskosten einer eigenen CD ist zwar noch nicht ganz gelöst, aber es gibt Hoffnung. Wie bereits Jan Thierfelder (Jante), wollen nun auch "Home" ihre Platte mit Crowdfunding finanzieren, erklärt Florian Anger: "Jan ist mit uns befreundet und hat uns diese Variante empfohlen. Bei ihm hat es ja auch funktioniert". Beim Crowdfunding hoffen die Musiker auf die Unterstützung ihrer Fans, Freunde und Menschen, die neue Töne in der Popmusik begrüßen. Das Statement der Band zu ihrer Crowdfunding Kampagne ist klar: "Wir wollen, dass Musik wieder interessant wird. Wer ebenfalls den Einheitsbrei in der Popmusik aufmischen möchte, kann bei uns seinen Beitrag dazu leisten".

Auf dem einschlägigen Portal Startnext wollen sie ab morgen gemeinsam mit ihren Unterstützern zwei Ziele erreichen: Nummer 1 ist bei 600 Euro, und ihr zweites großes Ziel liegt bei 1600 Euro: "Mit diesem Geld könnten wir zwei Studiotage finanzieren, die Aufnahmen auf CDs pressen und veröffentlichen", erklärt Florian Anger.

Wer dieses Vorhaben unterstützt, wird dafür mit kleinen Geschenken der Band belohnt: Von Wohnzimmerkonzerten bis hin zu den allerersten Schlagzeug-Sticks der Musiker sind die Dankbarkeitsgeschenke breit gefächert. Und wenn das mit dem ersten Album klappt, ist für nächstes Jahr sogar die erste Deutschlandtour geplant: "Nächsten Sommer würden wir dann mit der EP auf Tour gehen, nach Berlin, Köln und wo es uns sonst noch so hin verschlägt", erzählt Samuel Joseph freudig.

Die Crowdfunding-Aktion erreichen Sie im Internet unter www.startnext.com/ albumproduktion-home

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