Firma gibt interessante Einblicke und einige Ausblicke

Die BGH Edelstahl Lugau hat am Samstag die Türen für Besucher geöffnet. Neben den bewährten Produktionsabläufen wurden Neuerungen gezeigt.

Lugau.

Hunderte Besucher haben am Samstag den Tag der offenen Tür in der BGH Edelstahl Lugau genutzt, um sich den Produktionsstandort mit seinen aktuell 270 Mitarbeitern anzuschauen. Betriebsfremde waren ebenso da, wie langjährige Mitarbeiter. Roger Lorenz hat 49 Jahre in der Firma gearbeitet. Für den einstigen Leiter der Drahtfertigung ist ein Rundgang aus alter Verbundenheit obligatorisch: "Das habe ich ja alles mit aufgebaut, und es gibt Jahr für Jahr Veränderungen. Einiges, was jetzt umgesetzt wird, wurde bereits vorbereitet, als ich noch hier war."

So ist vor zwei Monaten eine neue Schleiflinie in Betrieb genommen worden. Erstmals zu sehen war auch die vor einem Jahr gebaute Überdachung für das Vorratslager für Draht. Über 20 Besucher haben den ersten Betriebsrundgang mit André Eppendorfer genutzt, um sich die Abläufe erklären zu lassen. Der gelernte Zerspanungsfacharbeiter ist seit 22 Jahren in der Firma, arbeitet inzwischen in der Arbeitsvorbereitung und ist stellvertretender Betriebsratsvorsitzender. Er hat die Besucher von der Stabfertigung bis zur Beizerei und ins Hochregallager geführt und auch die Firmenstrategie verdeutlicht: "Wir machen nichts, was jeder kann, sondern nur die schwierigen Sachen." Gefragt sind diese besonderen Stäbe und Drähte weltweit von Asien bis in die USA.


Laut Geschäftsführer Udo Bialke ist man so breit aufgestellt, dass auch problematische Situationen, wie sie durch Rückgänge bei Autozulieferern oder den Brexit entstehen, der Firma nichts anhaben können. Außerdem wird der veränderten Auftragslage Rechnung getragen. So wird derzeit eine große Halle saniert, in der bis 2015 eine Kaltwalzenfertigung untergebracht war. Die Nachfrage war nicht mehr da, und so werden dort, wo bisher Härtemaschine und Entspannungsofen ihren Platz hatten, im Dezember eine neue und zwei schon vorhandene Schälmaschinen aufgestellt. Da die ausgemusterten Maschinen bis in 15 Meter Tiefe reichten, muss der Fußboden eingeebnet und mit Fundamenten für die neue Technik versehen werden. "Bereits im November geht zudem auch eine neue, vollautomatische Prüf- und Verpackungslinie in Betrieb", so Bialke.

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