Fördergelder für Wehr-Rückbau zugesagt

1,3 Millionen Euro gibt es für das Bauwerk an der Thalheimer Uferstraße. Wie aber steht es sonst um die Projekte in der Stadt?

Thalheim.

Es wird eine gigantische Baumaßnahmen in Thalheim. So haben es Stadträte und Rathausspitze kürzlich festgestellt. Es handelt sich um den Rückbau des Wehres an der Schulstraße - und die damit verbundene Einebnung des Flussbettes über eine Gesamtlänge von etwa 130 Meter. "1,3 Millionen Euro wird das kosten, alles über Fördermittel. Die sind zugesagt", sagt Thalheims Bürgermeister Nico Dittmann.

Die Kosten sind auch deshalb so hoch, weil das Wehr eine Höhe von etwa 1,50 Meter misst. Trotzdem: Ursprünglich hatte hier die Stadt mit knapp 800.000 Euro gerechnet. Doch die angespannte Marktlage im Bausektor machte dieser Schätzung einen dicken Strich durch die Rechnung.


Hintergrund der Maßnahme: Eine EU-Norm untersagt künftig Wehre in Flüssen, um so den Fischen mehr Lebensraum zu geben. Zudem bedeuten Wehre auch Flutgefahren, weil sie Wasser anstauen. In Thalheim betrifft das drei Wehre - neben der Schul- auch die an der Uferstraße und nahe der Wiesenmühle. Das Wehr an der Uferstraße ist bereits zurückgebaut. Laut Stadtverwaltung Thalheim muss nur noch die Abnahme erfolgen.

Bleibt die Wiesenmühle. Nahe dieses technischen Denkmals muss das Wehr ebenfalls verschwinden. Das Problem ist aber: Mit dem dann sinkenden Wasserspiegel würde der Mühle im wahrsten Wortsinn das Wasser abgegraben.

Eine Idee der Stadt hatte das Landratsamt als zuständige Wasserbehörde überzeugt, wie das Wehr verschwindet und die Mühle trotzdem Wasser bekommt: Schon ein langes Stück vor dem abzubauenden Wehr sollen Sohleveränderungen des Flusses vorgenommen und vereinzelt Stausteine in Gruppen aufgestellt werden - dies dann über eine Länge von etwa 60 bis 70 Meter flussabwärts. Dort, wo die Zwönitz noch hoch ist, soll zudem ein Rohr einen Teil des Wassers in den weiter flussabwärts befindlichen Mühlgraben leiten, der das Wasser bis zur Mühle bringt.

Hier sei die Stadt noch in Abstimmungen mit dem Fischereisachverständigen. "Der Bewilligungszeitraum für die Maßnahme wurde aber extra verlängert", so Bürgermeister Dittmann weiter.

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