Fritzeline und Karlie genießen inzwischen Bleiberecht

Langzeitinsassen: Im Tierheim haben Katzen, Hunde, Klein- und Wildtiere ihr Domizil. Einige leben hier schon länger. Heute: zwei Kaninchen.

Daniel Spravke mit Fritzeline (links) und Karlie.

Für Sie berichtet: Viola Gerhard

Fritzeline und Karlie teilen sich ein Gehege mit Bella, wobei die schwarze Stallhäsin jünger als die beiden Kaninchen ist und auch noch nicht so lange im Tierheim "Waldfrieden" lebt. Karlie kam 2013 hierher, Fritzeline im Jahr darauf. Geboren wurden beide vermutlich 2008, sagt Susann Scheibner, die Vorsitzende des Tierschutzvereins Stollberg und Umgebung, der das Tierheim betreibt. Wie und warum die beiden Kaninchen in die Obhut des Tierschutzvereins kamen, weiß Susann Scheibner nicht mehr, sie geht davon aus, dass sie abgegeben wurden.

Da beide Kaninchen inzwischen in die Jahre gekommen sind, werden sie wohl auch ihren Lebensabend im Tierheim verbringen, wo sie in einen inzwischen erneuerten Innen- und Außenbereich zuhause sind. "Aufgrund ihres Alters sollen sie nicht mehr vermittelt werden", erklärt Scheibner.

Anders sehe das bei der etwa drei Jahre alten Bella aus, diese gebe man gern an einen Interessenten ab. Allerdings gebe es oftmals falsche Vorstellungen von der richtigen Unterbringung, sagt Scheibner. Ein Kaninchen in einem Nagerkäfig in der Wohnung zu halten, sei nicht artgerecht. "Die Kaninchen wollen auch buddeln und herumlaufen", sagt Scheibner. Und das setzt einen kleinen Auslauf im Freien voraus.

Liebevoll umsorgt werden die Langohren Fritzeline, Karlie und Bella im Tierheim unter anderem von Daniel Sprafke. Der 28-Jährige ist seit etwa zwei Jahren im Tierheim aktiv und trat inzwischen auch in den Tierschutzverein ein, sagt Susann Scheibner.

Zum Tierheim sei er durch den damaligen Aufruf zur Erneuerung des Gänsegehege-Daches gekommen, an der er dann auch aktiv mitgewirkt habe. Daniel Sprafke kümmere sich insbesondere um die Klein- und Wildtiere, die im "Waldfrieden" ihr Domizil haben.

www.tierschutzstollberg.de

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