Geld für Schulprojekte in zehn Kommunen

Mit einem bestätigten Investitionsplan in der Tasche ist Kreis-Beigeordneter Andreas Stark gestern aus Dresden zurückgekehrt. Alle in einer Absichtsliste formulierten Vorhaben wurden genehmigt. Aber wer bekommt im Altkreis Stollberg konkret etwas ab vom Fördergeld und wofür?

Stollberg.

Es ist nicht das erste Mal, dass Kreis-Beigeordneter Andreas Stark mit millionenschweren Investitionszusagen ins Erzgebirge zurückkommt. Aber "für Schulsanierungen war es der bislang dickste Brocken," sagte er gestern, nachdem ihm in Dresden der bestätigte Schulinvestitionsplan übergeben worden war. Dem Kreis sowie den Städten und Gemeinden stehen damit insgesamt 14,3 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 10 Prozent der Summe hält der Freistaat noch in Reserve für einen eventuellen Mehrbedarf durch Preissteigerungen.

In der Regel müssen die Kommunen für die Finanzierung ihrer Projekte mindestens 25 Prozent Eigenmittel aufbringen. "Bei komplizierter Kassenlage auch weniger", so Stark. Dafür hatten Landkreis und Kommunen in einer Absichtsliste mehr als 70 Vorhaben eingereicht. "Alle sind bestätigt worden", so Stark. Für die Umsetzung der Projekte ist nun bis 2022 Zeit.

Den dicksten Brocken der in den Erzgebirgskreis fließenden Fördermittel fasst das landkreiseigene Gymnasium in Zschopau ab. Der Erzgebirgskreis investiert dort seinen gesamten Fünf-Millionen-Euro-Anteil an der Gesamtsumme sowie das zehnprozentige Reservebudget in die brandschutztechnische Sanierung. Und welche Vorhaben in Kommunen des Altkreises Stollberg stehen auf der Förderliste?

Burkhardtsdorf: Die Gemeinde möchte den Platz vor den Schulen im Ortszentrum zum Schulcampus umbauen. 289.000 Euro sind zu diesem Zweck als Förderung beantragt worden. Noch ist sich der Rat allerdings uneins über die Planungen.

Hohndorf: Für die notwendige Erneuerung des 29 Jahre alten Daches der Glück-auf-Grundschule sind 45.000 Euro an Zuschüssen vorgesehen. Im Finanzplan der Gemeinde steht das Vorhaben im Jahr 2020.

Jahnsdorf: Neue Freianlagen sind an der Grundschule Jahnsdorf vorgesehen. Die bestätigte Fördersumme dafür beträgt 67.500 Euro.

Lugau: Für gleich drei Projekte an der Oberschule Am Steegenwald hat Lugau Fördermittel beantragt. Zum einen geht es um die die Fortsetzung der Arbeiten an der Turnhalle, wo Brandschutzmaßnahmen anstehen und die letzte Fassadenseite erneuert wird. Dafür fließen Fördermittel in Höhe von 143.000 Euro. Für die Neugestaltung und Sanierung des Eingangsbereiches gibt es weitere 80.000 Euro. Dieses Projekt war ursprünglich schon in diesem Jahr geplant, musste aber wegen höherer Ausgaben für die neuen Fenster der Turnhalle nach 2019 verschoben werden. 50.000 Euro bekommt Lugau zudem für die Schaffung von Garderobenräumen. Neukirchen: An der Oberschule ist ein neues Außensportgelände geplant. Zudem wird saniert, die Schließanlage erneuert und auf LED-Beleuchtung umgestellt. Dafür sind Förderungen von 226.750 Euro eingeplant. An der Grundschule werden drei Klassenzimmer erneuert. Dafür fließen 41.250 Euro.

Niederwürschnitz: Für die geplanten Sanierungs- und Brandschutzmaßnahmen an der Würschnitztalschule werden 120.500 Euro an Zuschüssen gezahlt.

Oelsnitz: Die Stadt darf sich auf 112.500 Euro für die Teilsanierung der Grundschule Neuwürschnitz freuen. Geld gibt es auch für die Goethe-Schule, und zwar 107.000 Euro. Auch dort steht eine Teilsanierung an. Schließlich soll auch an der Turley-Oberschule gearbeitet werden. Dort fließen 67.500 Euro an Zuschüssen. "Schwerpunkt bilden dabei die Erneuerung der Heizungsanlagen in den Schulgebäuden unter energetischen Gesichtspunkten", sagt Thomas Illmann, Sachgebietsleiter Bau. An der Grundschule Neuwürschnitz haben die Arbeiten bereits begonnen.

Stollberg: Gleich vier Vorhaben werden in Stollberg gefördert. 112.500 Euro an Zuschüssen stehen für die Grundschule Beutha bereit. Dort sollen die Sanitäranlagen erneuert werden. "Die Sicherung des Schulstandortes in Beutha bedeutet über den reinen Bildungszweck hinaus natürlich auch eine Stärkung der dörflichen Strukturen in unserer Stadt und insbesondere eine Stärkung der öffentlichen Infrastruktur für die Ortsteile insgesamt", sagt Oberbürgermeister Marcel Schmidt. Ein besonderes Plus sieht er darin, dass die Kinder nun bis zur vierten Klasse in ihrer gewohnten elterlichen Umgebung lernen können. Das stärke familiäre Strukturen. Auch das Schulhaus und die Turnhalle der Grundschule Albrecht-Dürer stehen auf der Finanzierungsliste. Dafür stehen 194.500 Euro bereit. Weitere 63.750 Euro gibt es für die Sanierung der Altstadtschule.

Thalheim: Investiert werden kann auch in die Grundschule Thalheim. Für diesen Standort sind in Summe 221.000 Euro vorgesehen. Davon sollen das Dach der Umkleide saniert, die Heizung erneuert sowie der Boden der Sporthalle auf Vordermann gebracht werden. Zudem kann die hofseitige Außenwand trockengelegt werden.

Zwönitz: Die Grundschule "Johann Wolfgang von Goethe" erhält mit 374.750 Euro einen dicken Batzen. Investiert werde ins Außengelände, sagt Hauptamtsleiter Christian Bienert. "Der Hartplatz wird durch eine Tartanbahn ersetzt, auf der neben Fußball auch Basketball gespielt werden kann. Die Anlage wird großzügiger gestaltet und bekommt neue Spielgeräte." (mit alu/mu)

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