Gemeinden wollen sich 9 Millionen Euro sichern

Jahnsdorf und Neukirchen bemühen sich gemeinsam um Geld aus einem Fördertopf. Wozu dieses Vorgehen?

Jahnsdorf/Neukirchen.

Die Jahnsdorfer Gemeinderäte haben sich am Montag bereits dafür entschieden. Und wenn die Neukirchener am heutigen Mittwoch ebenso abstimmen, dann werden sich die beiden Gemeinden zusammen um Geld aus einem Förderprogramm bewerben. Rund 9 Millionen könnten auf diese Weise in die Region fließen.

Der Topf heißt "Sozialer Zusammenhalt - Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten". Das Konzept der gemeinsamen Bewerbung hat die Stadtentwicklung GmbH, kurz: Steg, entworfen. Das Unternehmen berät Kommunen bei der Erneuerung und Erweiterung ihre Orte. Wie und warum Jahnsdorf und Neukirchen zusammen agieren, hat Karoline Behrens, eine Steg-Mitarbeiterin, am Montag im Rat erläutert. "Der interkommunale Ansatz erhöht die Chancen", sagte sie. Bürgermeister Albrecht Spindler erklärte, dass es sich nicht um eine Zusammenarbeit im eigentlichen Sinne handelt, sondern um eine Strategie. Jede Kommune arbeitet an ihren eigenen Projekten. Aber das Gebiet, das als Förderregion definiert wird, umfasst Jahnsdorf und Neukirchen.

Das Geld müsste allerdings in Objekte investiert werden, die über die Ortsgrenzen hinaus von Bedeutung sind, also von Einwohnern beider Kommunen genutzt werden können. Ein Kriterium, das zum Beispiel auf die Turnhallen Am Mahlteich (Jahnsdorf) und an der Grundschule (Neukirchen) zutrifft.

Zu den Maßnahmen, die Jahnsdorf auflistet, gehört unter anderem die Sanierung des Gebäudes "Zur Post". Dort würde der Heimatverein gern umbauen und ein kulturelles Zentrum etablieren. Die Räume sollen nach dem Umbau auch anderen Vereinen offen stehen, sagte der Vereinsvorsitzende Manfred Kinas im Sommer. Unklar war nur die Finanzierung. Bürgermeister Spindler ging damals davon aus, dass rund 300.000 Euro nötig wären.

Bis Juli wird über den gemeinsamen Antrag der Gemeinden entschieden. Spindler verspricht sich viel davon. "Das ist der Schlüssel zum Erfolg", sagte er. Wenn das Gebiet einmal als Fördergebiet festgelegt werde, müsse man lediglich Fortsetzungsanträge stellen, um die einzelnen Projekte zu finanzieren. Die neun Millionen Euro würden über eine Dauer von zehn Jahren ausgezahlt. Wegen des langen Zeitraums sind bei den Maßnahmen durchaus Abweichungen von den aktuellen Plänen der Gemeinden möglich.

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