Gersdorf stand vor der Evakuierung

Bei Feldbrand war Großaufgebot an Feuerwehren im Einsatz

Gersdorf.

André Legies, Hauptbrandmeister, sitzt im Versammlungssaal der Feuerwehrstelle Gersdorf und lässt den Einsatz, den er am Freitag geleitet hat, Revue passieren. Um 15.25 Uhr erreichte die Kameraden der Notruf. Die Rede war von einem 200 Quadratmeter großen Feldbrand am Gersdorfer Hofgraben. Als sie vier Minuten später den Einsatzort erreichten, standen sie vor einem Flammenmeer. Der Wind hatte den Brand in einer Feuerwalze verwandelt. Ein Polizeihubschrauber, eigentlich abgestellt für das Rennen auf dem Sachsenring, lieferte Bilder und schickte sie Legies aufs Handy. "Da haben wir erst das ganze Ausmaß des Feuers erkannt." Später war von mehr als 15 Hektar verbrannter Fläche die Rede. Das ist 75-mal so viel wie ursprünglich gemeldet.

Die Flammen hatten sich über die Garnstraße ausgebreitet. Anwohner und sogar vom Grand Prix abgerückte Polizisten versuchten mit Gießkannen zu verhindern, dass die Flammen die Grundstücke erreichten. Feuerwehren, 106 Kräfte mit 19 Fahrzeugen, unter anderem von Oberlungwitz, Hohenstein-Ernstthal, Hohndorf und Lichtenstein flankierten die Feuerwalze. Landwirte pflügten mit schwerem Gerät Furchen ins Feld, um so die weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. "Wir hatten bereits den Befehl gegeben, die Häuser zu evakuieren", so Gersdorfs Bürgermeister Erik Seidel. Die Turnhalle von Gersdorf sei als Zwischenquartier aufgesperrt worden. Gegen 16 Uhr hieß es von Legies: "Wir haben es geschafft".


Dann erhielt der Hauptbrandmeister einen Funkspruch: Ein weiteres Feuer auf einem Feld an der Plutostraße. Er habe weitere Kräfte angefordert, sie kamen unter anderem aus Stollberg, Oelsnitz und Oberdorf. Es gelang, den Brand unter Kontrolle zu bringen. An der Plutostraße waren 144 Einsatzkräfte tätig. Die Ursache des Brandes ist noch unklar. Insgesamt waren an diesem Tag Trupps von 21 Feuerwehren tätig.

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