Geschafft: Hohndorf kauft alte Schmiede

Seit mehr als 25 Jahren steht das Gebäude leer und ist dem Verfall preisgegeben. Nun endlich kann es die Gemeinde zwecks Abriss erwerben. Auch für eine andere Brache im Ort scheint jetzt eine Lösung in Sicht.

Hohndorf.

Das Gebäude der ehemaligen Schmiede, das seit vielen Jahren das Hohndorfer Ortsbild verschandelt, hat schon oft auf der Tagesordnung des Gemeinderates gestanden. Auf dessen jüngster Sitzung konnte Bürgermeister Matthias Groschwitz (parteilos) nun aber einen Fortschritt verkünden. "Wir stehen jetzt kurz vor dem Abschluss", sagte er. Denn nachdem das Vorhaben, das Haus abzureißen, lange an einer ungeklärten Erbfolge und dreier im Grundbuch eingetragener Hypotheken zu scheitern drohte, gab es nun eine Einigung und die Gemeinde kann das Haus an der Rödlitzer Straße 45 erwerben und danach abreißen lassen.

Für Groschwitz ist es höchste Zeit, denn "von dieser Ruine an der Straße geht Gefahr aus", sagte er. Schon mehrfach habe der BauhofMaßnahmen zur Verkehrssicherung des Gebäudes treffen müssen, weil die Eigentümer dazu nicht in der Lage waren.

Der Gemeinderat hat den Grunderwerb zu einem Preis von 1450 Euro beschlossen. Damit werden die Alteigentümer entschädigt beziehungsweise die drei bestehenden Hypotheken abgelöst.

Sobald die Gemeinde Eigentümer des Hauses ist, wird sie eine Förderung über das sogenannte Brachenrevitalisierungsprogramm beantragen. Diese beträgt 90 Prozent der Abbruchkosten.

Um diese Fördermittel für den Abriss von Brachen beantragen zu können, hatte der Gemeinderat Anfang 2016 ein Abriss-Konzept beschlossen. Das war notwendig, weil die Gemeinde kein Stadtentwicklungskonzept hat, das wiederum Voraussetzung für entsprechende Förderprogramme ist. Auf diese Weise konnten inzwischen Fördermittel für den Abriss des Wohn- und Geschäftshauses Hauptstraße 34/36 und für die alte Zimmermannfabrik akquiriert werden.

Auch was eine andere Brache im Ort betrifft, kommt die Gemeinde offenbar einem Abriss näher. Das Gebäude an der Hauptstraße 46 ist zwar nicht im Eigentum der Kommune und sie plant auch keinen Erwerb, aber wie es jetzt aus dem Hohndorfer Bauamt hieß, wolle die Erbengemeinschaft versuchen, die notwendigen Zuarbeiten zu leisten, damit die Gemeinde den Fördermittelantrag für den Abriss stellen kann. Den Abriss müssten dann aber die Eigentümer beauftragen, die Kommune reiche lediglich die Fördermittel weiter. Im Falle der alten Schmiede sei dieser Weg nicht machbar, weshalb die Gemeinde sie erwerben wird.


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