Giftiger Pilz bringt Ehepaar ins Krankenhaus

Sachverständiger mahnt Sammler zur Vorsicht - Beratung empfohlen

Hormersdorf/Lauter.

Nachdem das Pilzwachstum in den Wäldern der Region wieder eingesetzt hat, wächst auch die Gefahr der Verwechslung von essbaren mit giftigen Pilzen. Von einem aktuellen Fall einer schweren Pilzvergiftung berichtet Pilzberater Frank Demmler aus Lauter. Als Sachverständiger war er nach Aue ins Klinikum gerufen worden, wohin ein älteres Ehepaar eingeliefert worden war. "Die beiden hatten im Wald am Geyerschen Teich Pilze gesammelt, ihrer Ansicht nach Perlpilze", erzählt Demmler. Im Korb landeten aber Exemplare des Braunen Fliegenpilzes. "Der kann leicht mit dem Perlpilz verwechselt werden."

Der Braune Fliegenpilz oder Königs-Fliegenpilz (Amanita regalis) wächst laut Demmler nur im Gebirgsnadelwald. Er komme in jüngster Zeit häufiger vor, was ein Zeichen für veränderte klimatische Verhältnisse sein könnte. Demmler nimmt den aktuellen Fall zum Anlass für eine Mahnung an Pilzsammler: "Unbekannte Pilze stehen lassen oder, wenn man sich unsicher ist, eine Beratungsstelle aufsuchen."

Für dieses Jahr war der Fall der Pilzvergiftung der erste, zu dem Demmler als Sachverständiger hinzugerufen wurde. Besonders arg hingegen fiel die Pilzsaison im Jahr 2000 aus, allein Demmler wurde da zu sechs Fällen von Pilzvergiftung gerufen. (ike)

www.freiepresse.de/pilzberater

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...