Gornsdorf legt Entwurf für ersten Bauabschnitt vor

Bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt will das Dorf vorankommen. Nun liegen die ersten Planungen beim Landesamt für Straßenbau.

Gornsdorf.

Die Gemeinde Gornsdorf reicht den Entwurf für einen ersten Bauabschnitt für die Sanierung der Ortsdurchfahrt beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) ein. Den Plan hat der Gemeinderat in dieser Woche freigegeben. "Der Entwurf macht deutlich, wie wir als Gemeinde gerne bauen wollen. Ob und wie genau das aber kommt, entscheidet das Lasuv", betonte Bürgermeisterin Andrea Arnold (CDU).

Denn die Ortsdurchfahrt ist eine Staatsstraße, fällt also nicht in die Zuständigkeit der Gemeinde. Die mahnt den Zustand der Hauptstraße schon seit Jahren an, während beim Lasuv die Sanierung nicht oberste Priorität hat. Damit es vorangeht, haben beide Parteien vor zwei Jahren eine Vereinbarung geschlossen, nach der die Gemeinde die Planungen in Auftrag gegeben hat.

Rund 550 Meter ist dieser erste Bauabschnitt lang. Er erstreckt sich von der Thalheimer Straße bis zur Einmündung Wiesenweg. Es ist das Herz von Gornsdorf mit neuer Grundschule, künftigem Dorfgemeinschaftshaus bis zum Rathaus, Turnhalle und Bürgerservice. Die Kosten allein für diesen ersten Bauabschnitt werden auf 1,5 Millionen Euro taxiert. Der Anteil der Gemeinde, die etwa für die Gehwege aufkommen muss, liegt bei mehr als 700.000 Euro. Geplante Bauzeit: sechs bis sieben Monate. Die Planungen sehen unter anderem 20 Parkplätze plus einer für Behinderte vor der neuen Schule vor, dazu eine Querungshilfe gegenüber des Festplatzes für die Kinder, die von der Schule zur Turnhalle laufen.

Fertig ist die Planung bereits für die gesamte Ortslage. Der Grund, warum die Gemeinde nun aber mit diesem Abschnitt startet und ihn beim Lasuv einreicht, liegt in der Straßenbreite. Laut Entwurf reicht eine halbseitige Sperrung. Ratsherr Jörg Günther (CDU), selbst vom Fach, hat da zwar seine Zweifel: "Drei Meter Restbreite, die zum Teil bestehen, reichen nicht." Am Ende stimmte er dennoch wie alle Ratsmitglieder für den Entwurf.

Das Thema Vollsperrung ist der wunde Punkt bei der Sanierung. Die Gemeinde und der Gemeinderat wollen eine Vollsperrung verhindern, setzen dabei auf die Sonnenstraße als innerörtliche Umleitung, die bis dahin noch ertüchtigt werden müsste. Diese Strecke jedoch lehnt das Lasuv bisher ab.

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