Grüne und CDU: Mehr Kandidaten als 2014

Wahlen 2019 SPD kann nicht mithalten bei Anzahl der Nominierungen

Annaberg-Buchholz.

Für eine dicke Überraschung haben am Wochenende die Grünen des Erzgebirgskreises gesorgt: Mit insgesamt 82 Kandidaten geht die Partei nach ihrer Wahlkonferenz am Samstag im Annaberger Frohnauer Hammer in den 14 Wahlkreisen für den Kreistag an den Start. "So viele Kandidaten hatten wir noch nie", teilte gestern Kreisvorsitzende Ulrike Kahl mit und erklärt: "Der starke Bundestrend unserer Partei zeigt sich nun auch im Erzgebirge." Auch unter Nichtmitgliedern habe man mittlerweile "eine erhebliche Zugkraft" entfalten können. Ebenso bei Frauen: Deren Anteil liegt laut Kahl bei 45 Prozent. Zudem treten die Grünen in 20 Kommunen mit insgesamt 61 Bewerbern bei den Stadt- und Gemeinderatswahlen an. "Auch ein neuer Rekord", so Kahl.

Doch nicht nur die Grünen, auch die CDU konnte Zuwachs vermelden. Bei ihrer Wahlkonferenz am Samstag in der Burkhardtsdorfer Eurofoam-Arena wurden 113 Kandidaten, darunter 21 Frauen, für die Kreistagswahlen am 26. Mai nominiert. Laut dem Kreisvorsitzenden, Landrat Frank Vogel, sind das 19Kandidaten mehr als bei den Wahlen 2014. Zudem konnte die CDU zehn parteilose Bürger und Bürgerinnen für ihre Listen gewinnen. "Ich bin damit insgesamt schon zufrieden", so Vogel. Man habe ein gutes personelles Angebot, das aus Bürgermeistern und Kreisräten, aus jungen und erfahrenen sowie aus vielen neuen Bewerbern bestehe. Er hofft, dass die Partei damit den Wegfall solcher Zugpferde wie Ex-Minister Steffen Flath, Sozialministerin Barbara Klepsch oder der Ex-Stadtoberhäupter Steffen Laub und Thomas Wittig kompensieren kann.

Die Sozialdemokraten, die am Samstag im Kulturbahnhof Stollberg tagten, brachten es zwar nur auf insgesamt 46 Kandidaten, davon acht parteilose, für die Kreistagswahl. Dennoch freute sich Kreisvorsitzende Simone Lang insbesondere darüber, dass sie pro Wahlkreis mindestens einen Kandidaten nominieren konnten. "Damit können Erzgebirger in jedem Wahlkreis SPD wählen." Um dem Wunsch nach Wiedereinzug in den Kreistag Rückenwind zu verleihen, treten gleich drei der fünf Direktkandidaten für die Landtagswahl im Erzgebirgskreis auch im Kampf um Kreistagsplätze an: Neben Simone Lang selbst sind das Sören Wittig und Susanne Ebert. Direktkandidat Richard Ringeis will für den Stadtrat Zschopau antreten.

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