Hauptaugenmerk liegt auf der Igelstation

In Lugau hat sich ein neuer Verein gegründet: Stachel & Co Erzgebirge. Ihm geht es nicht nur um die stachligen Insektenfresser.

Lugau.

In der Stollberger Region gibt es jetzt einen weiteren Verein, der sich dem Tierschutz verschrieben hat: Stachel & Co Erzgebirge. Hauptsächlich sieht dieser seine Aufgabe in Erhalt und Betrieb der Igelstation von Katrin Effenberger, erklärt Vereinsvorsitzende Sabine Kreisl, die große Erfahrungen in der Aufzucht von Katzenbabys hat. Effenberger ist die stellvertretende Vorsitzende, Heike Schauer fungiert als Schatzmeisterin. Sitz des Vereins ist Lugau, wo sich auch die Igelstation befindet. Als gemeinnützig anerkannter Verein sei man berechtigt, Spendenquittungen für Sach- und Geldspenden auszustellen, so Kreisl.

Zur Gründungsversammlung sagten 14 Tierfreunde sofort ihre Mitarbeit zu, erklärt Kreisl. Unter ihnen befänden sich sieben ehemalige Mitglieder des Tierschutzvereins Stollberg und Umgebung sowie vier ehemalige ehrenamtliche Helfer dieses Vereins. In der Zwischenzeit sei die Mitgliederzahl des neuen Vereines auf 24 angewachsen.


Hintergrund dafür, dass frühere Tierheimmitarbeiter und -helfer den Tierschutzverein Stollberg verlassen haben oder mussten, waren unterschiedliche Auffassungen zur Arbeit im Tierheim beziehungsweise zur Betreibung der Igelstation ("Freie Presse" berichtete).

Katrin Effenberger hatte zwar bei anderen Tierschutzvereinen, unter anderem im Tierheim Langenberg, zwecks Übernahme der Igelstation angefragt, aber letztendlich habe man sich für einen neuen Verein entschieden, so Sabine Kreisl. Denn die Gründungsmitglieder betrieben alle mehr oder weniger jeder für sich Tierschutz, und so habe es nahegelegen, die Kräfte zu bündeln. Vornehmliches Ziel des Vereins sei die Weiterbetreibung der Igelstation, erklärt die Vereinschefin. In der Satzung sei als Vereinszweck "der Schutz der Tiere, um diese vor physischen Schäden zu bewahren", definiert. Dies wolle man durch die allgemeine Verbreitung des Tierschutzgedankens, die Förderung des Verständnisses in der Öffentlichkeit für den Schutz der Fauna der erzgebirgischen Heimat, die Rettung bedürftiger und vom Tod bedrohter Tiere und die Betreibung der Igelstation erreichen. Katrin Effenberger will sich beispielsweise wie in den vorhergegangenen Jahren bei der Aufklärung von Kindern und Jugendlichen in Kindereinrichtungen und Schulen engagieren, um ihnen zu erklären, "wie bedroht Igel in unserer mittlerweile naturfernen Gesellschaft sind". Kreisl: "Zur Betreibung der Igelstation bewirtschaften wir zwei Gärten in Lugau, die wir in der nächsten Zeit, wenn die derzeit betreuten 87 Igel zum großen Teil ausgewildert sind, in Ordnung bringen und umgestalten wollen.

Man verschließe sich auch Hilfsanfragen, die andere Tiere betreffen, nicht. "So leisten wir auch aktive Hilfe bei der Aufzucht von Wildvögeln oder vermitteln an andere Hilfsvereine. Tierbesitzer, welche ihre Tiere nicht mehr halten können, versuchen wir beim Finden von Pflegestellen zu unterstützen.

Eine Kontaktaufnahme zum Verein ist über Sabine Kreisl (Ruf 0163 9163117) und Katrin Effenberger (Ruf 0173 3947897) möglich. Ein Internetauftritt ist in Arbeit.

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