Hauptstraße wird zum Nadelöhr

Etwa anderthalb Jahre wird die Verrohrung des Dorfbaches Auerbach in Atem halten. Die Arbeiten könnten sogar die 575-Jahr-Feier beeinflussen.

Auerbach.

Der Gemeinde Auerbach steht eine Baumaßnahme ins Haus, die mit reichlich 2 Millionen Euro Gesamtkosten nicht nur finanziell eine Hausnummer ist, sondern auch zu monatelangen Behinderungen auf der Durchfahrtsstraße des Ortes führen wird: Ab August soll die Verrohrung des Dorfbaches zwischen Thumer Straße 8 und der Apotheke an der Hauptstraße 75 instandgesetzt werden. Das sind etwa 550 Meter. Dabei erfolgt eine Verlegung des verrohrten Baches vom Fußweg- in den Straßenbereich, erklärt Bürgermeister Horst Kretzschmann. Geplantes Bauzeitende ist der 31. Dezember 2021. So lange wird es mindestens eine halbseitige Sperrung geben und regelt eine Bauampel den Verkehr.

Die Kosten sind für die Gemeinde letztendlich nicht das Problem, handelt es sich doch um eine Maßnahme, die aus dem Hochwasser 2013 resultiert und damit zu 100Prozent über Fördermittel finanziert werden kann. Aber die mit der Baumaßnahme verbundenen Verkehrseinschränkungen beschäftigen die Gemeinderäte sehr, wie auf der jüngsten Ratssitzung deutlich wurde. Insbesondere auch deshalb, weil eine dermaßen umfangreiche Baumaßnahme aus verschiedenen Gründen auch länger als geplant dauern kann, und Anfang Juli 2022 die 575-Jahr-Feier des Ortes stattfindet. Man müsse daher unbedingt abklären, dass die Baufirma in diesem Fall dafür sorgt, dass die Straße zumindest in der Zeit der Feierlichkeiten voll genutzt werden kann - so die Forderung. Außerdem baten die Räte darum, dass ein Vertreter des Rates bei den Bauberatungen dabei sein kann.

Ausführen wird die Arbeiten ein Unternehmen aus Aue-Bad Schlema, das bei der Ausschreibung unter sieben Bietern das günstigste Angebot vorgelegt hatte. Genau genommen handelte es sich um zwei Ausschreibungen - zum einen für den Abschnitt Thumer Straße 8 bis Hauptstraße 91 und zum anderen von dort bis zur Apotheke. Das liegt daran, dass zunächst nur der Bereich in der Hauptstraße als Hochwasserschaden geführt wurde. Die Schäden in der Thumer Straße waren erst nach einer Rohrbefahrung mit einer Kamera festgestellt und die Maßnahme nachgereicht worden, erklärte Andreas Börner, Leiter des Bereichs Querschnittsaufgaben.

Am 31. August sei die Bauanlaufberatung geplant, so Kretzschmann am gestrigen Dienstag. Wenn danach das konkrete Vorgehen bekannt sei, werde es eine Bürgerinformation zu dem Vorhaben geben.

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