Helfer sorgen für tolles Radvergnügen

1005 Teilnehmer haben bei der 11. Zwönitztal-Radtour den hohen Temperaturen getrotzt. Für Abkühlung sorgten die Veranstalter nicht nur im Ziel.

Zwönitz.

Michelle Wacke und Selina Schmidl aus Zwönitz sowie Terence Schön aus Elterlein hatten eine kurze Nacht. Am Samstag kellnerten sie in der Stadthalle Oelsnitz beim Abiball der Zwölfer, am Sonntag klingelte bereits 6 Uhr der Wecker. Denn die Gymnasiasten halfen als Streckenposten bei der Zwönitztal-Radtour, sie sicherten die erste Kreuzung nach dem Start ab. "Das machen immer die Elfer", sagte Terence Schön. Und Michelle Wacke ergänzte: "Das Geld, was wir dafür bekommen, nutzen wir, um unseren Abiball 2020 zu finanzieren."

Weil bereits am Vormittag die Temperaturen an der 30-Grad-Marke kratzten, suchten sie sich in den Pausen zwischen den Starts ein schattiges Plätzchen unter den Bäumen. "Viel trinken ist auch wichtig", sagte Selina Schmidl. 11.30 Uhr hatten die 17-Jährigen schließlich Feierabend. Der letzte Start, der zur Familientour, lag da schon eine Stunde zurück. Alle 1005 Teilnehmer waren unterwegs.


In Grünhain am Feuerwehrdepot herrschte zeitgleich dichtes Gedränge, denn dort rasteten in diesem Jahr die Familien- und Aktivenfahrer. Rolf Spangler von der freiwilligen Feuerwehr hatte diese Aufgabe nach Anfrage von Radtour-Organisator Joachim Roth mit seinen Kameraden übernommen. In großen Bottichen kühlten sie die Wasserflaschen. Zudem standen kistenweise Bananen und Verpflegungsbeutel bereit. "Wir geben die Sachen nur aus", sagt Spangler. "Geliefert haben sie die Zwönitzer."

Für alle, die eine Erfrischung suchten, hatten die Grünhainer Blauröcke eine Freiluftdusche aufgebaut.

13 Uhr war am Grünhainer Depot bereits alles Geschichte. Dafür hatten in Zwönitz am Sportzentrum Cheerleader und Moderator Andreas Fischer alle Hände voll zu tun. Mit Puscheln und Gartenbrause wurden die Teilnehmer nach der Hitzeschlacht begrüßt. "Das ist ein kleiner Spaß", sagt Hauptorganisator Jens Roth: "Manch einer bleibt direkt unter der Dusche stehen." Ansonsten habe es aufgrund der Hitze keine Veränderungen gegeben. "Wasser haben wir eh immer in Hülle und Fülle. Da mussten wir nichts Zusätzliches ordern." Eine größere Herausforderung sei gewesen, die Strecken aufgrund von Forstarbeiten oder Straßenbauarbeiten anzupassen. "Da gab es kleine Änderungen bei den Strecken." André Meischner aus Auerbach startete über die 102 Kilometer. "Für mich ist das ein Ersatz, weil ich beim Fichtelbergradmarathon nicht dabei sein konnte", sagte er. Die Wärme sei völlig okay. Für unterwegs hatte er einen Wasserrucksack und Flaschen mit isotonischen Getränken. Die perfekte Ausschilderung lobten Antje Mückisch und Sohn Marcel aus Stollberg: "Es war wieder eine ganz tolle Strecke."

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